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 Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist

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DarkInnocence

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BeitragThema: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 6:15 am

"Bitte, Papa! Bitte hör doch auf!", krächzte der Junge, doch das Feedback bestand nur aus einem weiteren Hieb des Gürtels auf seine weiche und blasse Haut. Ein Schluchzen entfuhr seinem Hals und er hustete ein bisschen. Seine Stirn glühte, während er sich in der Ecke am Boden zusammenrollte. Der Junge hatte Fieber, starkes, und war komplett nackt. Sein Körper brannte hohe Temperaturen und er schwitzte.

Der Mann vor ihm war von den Schatten verdeckt, man konnte nur den teuren, weißen Anzug und die gräuliche Krawatte erkennen. Er war ein trainierter und großer Mann mit schneeweißen, gut gepflegten Zähnen, die er zeigte als er den Jungen vor sich anschrie: "Ich habe dir gesagt, ich möchte nur gute Noten sehen! Was soll diese 2 in Mathematik, hm? Was soll das!!" Er holte aus und ein weiterer roter Streifen war auf des Jungen Seite zu sehen.

Der junge vergrub den Kopf in den magereren Armen. Er war so mager, dass die Wirbelsäule auf seinem Rücken zu sehen war. "Es tut mir so leid, Papa... ich hab dich doch lieb! Bitte, Papa, ich werde mich bessern! Bitte verleugne mich nicht! Bitte hör auf mich zu schlagen! Bitte, Papa, bitte!"

"RUHE!" Der Mann schlug fünf Mal noch zu, und als er sah, wie Blut aus den Wunden quoll, warf er den Gürtel gegen die nächstbeste Wand. Frisches Blut spritzte auf die dunkle Tapete.
Der Junge zuckte zusammen und versuchte auch, die Schluchzer zu unterdrücken, um den Befehlen seines Vaters nachzukommen. Er sollte doch ruhig sein. Er sollte keinen Laut von sich geben.
Als ihm aber ein lauter Schluchzer entkam, fing der Mann an den Jungen gegen die Rippen zu treten. Dunkles Blut verzierte nun seine teuren Schuhe. "Du wirst nichts essen morgen und viel mehr lernen! Hast du mich verstanden?!"

Die Stimme des Jungen war nur ein halbes und ängstliches Flüstern: "Ja, Papa, ich hab...verstanden." Er zitterte vor Angst und Schmerz. Das Fester ließ die kalte Winterluft herein und die Vorhänge wirbelten sie auf. Dann hörte der Junge nur noch die Türe seines großen Zimmers zuschlagen, bevor ihm das Fieber das Bewusstsein raubte.


+++

"Nicolas Macabré, geboren 1941, starb 1952 an diesen Verletzungen und erfror am teuren Teppichboden seines Vaters." Meine Stimme war kalt und rau und ich war kein wirklicher Fan davon, das musste ich gestehen. Es war eine Angewohnheit, die Geschichten, welche sich durch mein rechtes Auge in meinen Träumen abspielten, zu vollenden. Ich hatte diesen Jungen auf einem Foto im Geschichtsunterricht gesehen. Sagen wir einmal, ich war der Topf der Vergangenheit. Ich barg so viele Geschichten in mir wie niemand anders, kam es mir vor.

Ich öffnete meine nebelgrauen Augen und wartete, bis sich meine Sicht auf die weiße Decke des Zimmers 301 verschärfte. Ich war auf dem rechten Auge blind, denn dieses war der Grund, weshalb ich so viele Erinnerungen inne hatte: wenn ich eine Person sah, ihr Gesicht sah, bekam ich einen Teil ihrer Vergangenheit mit. Bilder sowie echte Menschen. Heute sowie vor 400 Jahren. Es war alles möglich, wie ich an Erinnerungen kam. Weil ich dies aber nicht gerne bewilligte, hatte ich mir eine Augenklappe zugelegt.
Zugegeben: zuerst kam ich mir blöd vor, aber das war vor mehr als 4 Jahren und viele, mich eingeschlossen, hatten sich daran gewöhnt. Mein rechtes Auge sah nicht so aus wie mein linkes: es war auch gräulich, doch eine Art Blutstreifen zierte meine Pupille, senkrecht verlief er meinen Augapfel entlang.

Ich stand auf und ging hinüber zum Fenster, um es zu öffnen. Dieses Zimmer war groß und rundlich. Es war farbenfroh, doch irgendwie hasste ich das Beige an den Wänden zu viel. Die Möbel waren alt und teuer, weiß mit Gold verziert. Die Fenster hingegen waren wirklich neu und man erkannte irgendwie einen Kontrast zwischen diesen und dem übrigen Zimmer wie als wäre ein Kontrast zwischen 1950 und 2013.
Langsam streckte ich mich und ging zu meinem Schrank, um mir eine kurze Hose und ein Shirt anzuziehen. Heute war noch nicht der erste Schultag des neuen Jahres - nein! Heute würden die Zimmer verteilt werden und morgen ging es dann richtig los. Mein Zimmer war für zwei, doch meine Mitbewohnerin fehlte. Sie würde heute erst eintreffen.

Ich ging zu meinem Schreibtisch und nutzte einen kleinen Spiegel, den mir meine Eltern gespendet hatten, um mein linkes Auge mit einem Lidstrich und Mascara zu verzieren. Als ich mit dem Schminken fertig war, griff ich mir die Bürste und fuhr mir damit durch die kurzen braunen Haare. Danach band ich mir die Augenklappe um; sie war schwarz mit einem bläulichen, japanischen Muster, welches einer azuren Lilie ähnelte. Ein Blick auf meinen Wecker verriet mir, dass es sowieso schon fast Mittag war. Ich hatte nichts gefrühstückt, doch das war auch selten. Also setzte ich mich einfach auf das Bett, nahm mein Handy vom Nachttisch und schaltete es an. Ich wusste nicht, ob es eine Weile dauern würde, bis meine neue Mitbewohnerin eintraf - aber ich wusste, ich würde es schnell erfahren.
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Mikuri
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 7:23 am

Die Landschaft flog an mir vorbei als wäre ich ein Vogel mit Höchstgeschwindigkeit. Doch leider erreichte nur der Van in dem ich lag diesen Effekt. Drei Sitzplätze belegend, hatte ich mich auf diese gelegt und durch das Glas am Dach dieses mechanischen Gefährts geschaut. Die anderen Insassen, der Fahrer sowie vier weitere Mädchen interessierten mich eher wenig, und anders herum war es wohl auch der Fall gewesen. Seid die Akademie in der ich aufgewachsen war geschlossen werden musste, waren wir nun in unterwegs in die rund 500 kilometer entfernte Stadt Berlin, wo die nächste Akademie des Wächterordens ihren Standort hatte. Fünf Stunden lag ich nun hier so herum und mein Hintern begann schon allmählich zu schmerzen, vor allem da der Fahrer der bescheuerten Meinung war jeden dummen Stein mit den Rädern mitzunehmen sodass der gesamte Wagen leicht nach oben geschleudert wurde. Musik versüßte mir da zumindest leicht die Fahrt. Kopfhörer schmückten meinen Kopf und ein Kabel führte von dort aus in mein Handy. Die Melodie der Lieder beruhigten mich und ließen mich vergessen was die letzte Zeit passiert war. Nicht etwas finanzielle Pleite hatte die Akademie den gar aus gemacht, es war ein Angriff und wirklich kein schöner. Zwar hatten die Meisten überlebt, doch wohl eher aus Glück und Zufall als aus Können.

Es vergingen noch einige Momente grausamer Autofahr ehe der Wagen schnurrend anhielt und der Motor ausgeschaltet wurde. Müde richtete ich mich auf, nur kurze Zeit bevor die Tür aufgemacht wurde. Ein Mann, uniformiert, einen Helm auf dem Kopf und mit einer recht großen Schusswaffe in der Hand, schaute hinein und musterte er uns ehe er das "OK" gab weiterzufahren. Der Komplex war gar nicht mal so anders wie in meiner alten Akademie. Überall Wachen und Sicherheitsmaßnahmen ausserhalb des Areals, doch innerhalb herrschte die Idylle selbst. Eine große mit moos bewachsene Mauer zierte die Grenzen der Akademie und bot kaum Sicht auf die Außenwelt, so war es immer und ich hasste es derart eingesperrt zu sein. Nicht mehr lange und es würde sich ändern...nur etwas Geduld. Der Wagen hielt vor der Eingangstür und man gebot uns auszusteigen. Meine Kleidung zurecht rupfend ließ ich meinen Blick umherschweifen. Es war wirklich nicht anders als an meiner alten Akademie.

"Hier entlang bitte..." Der Mann, dessen Körper soeben aus der Tür des Autos und die Treppen hinauf zum Eingang maschierte, winkte uns 5 leicht zu. Seufzend folgte ich ihm. Drinnen erwartete uns ein riesiges Foryee, welches mich leicht staunen ließ. Es war recht alt und traditionell gehalten. Ein großer Kronleuchter schmückte die Decke und die Möbel schienen recht edel und teuer zu sein. Eine alte Dame, in edlen Kleidern, lief bereits ungeduldig den Fußboden entlang und stürmte beinahe auf uns zu als sie uns bemerkte.
"Ich dachte schon ihr kommt nie..." Der Mann unterhielt sich mit ihr, entschuldigte sich und informierte sich gleich auf welches Zimmer jeder von uns kam. Morgen begann der erste Schultag des neuen Jahres und offenbar wollte man alle Formalitäten so schnell es ging hinter sich bringen.
Unser Gepäck wurde herein gebracht. Ich hatte lediglich eine Reisetasche mit Uniformen und Lernmaterial, sowie einen Käfig in dem nun mein arme Fabian eingesperrt war. Es war nicht etwa weil er wegfliegen könnte, sondern viel mehr das es nicht gestattet war während der Fahrt Tiere frei herumlaufen oder besser herumfliegen zu lassen. Ich öffnete den Käfig und führte den Raben auf meine Hand hin zu meiner schulter.

"Tut mir leid..." flüsterte ich ihm sanft zu. Ich konnte spüren das er mehr als verärgert war und scheinbar auch beleidigt. Letztendlich, was sich bei meinen Mitmenschen nur als krätzen bemerkbar machte, sagte er: "...angenommen."
Leicht lächelnd nahm ich Tasche auf und folgte den Beiden zusammen mit den Mädchen zu den Zimmern.
Vor Zimmer 301 ließ man mich stehen und gab mir den Schlüssel in die Hand, ehe sie gingen. Vorsichtig öffnete ich die Tür und verschloss sie leicht säuberlich hinter mir.

"Hallo ist hier jemand?"

Der Flur in dem ich mich befand sah recht luxoriös aus im Vergleich zu meiner alten WG-Wohnung, da jedes "Zimmer" eigentlich aus mehreren Zimmern, sowie Bad und Küche bestand, wenn gleich jeder Schüler in der Akademie Cantine essen sollte.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 7:48 am

Eine bräunliche Ratte huschte in Windeseile vom Hauptzimmer über den Gang an Miku und ihrem Raben vorbei, bevor sie plötzlich verschwand und neugierig das violetthaarige Mädchen anstarrte - von sicherer Entfernung und nahezu unsichtbar.

Ich lag auf meinem Bett und spielte mich mit meinem Handy; ein Sudoku, um genau zu sein. Eine weiße Ratte kletterte auf meinem Schlüsselbein herum und kitzelte meine blasse Haut mit ihren Schnurrhaaren, während die schwarze Ratte in meinem Ausschnitt lag und friedlich zu schlafen schien.
"Da bin ich," rief ich der Person zu, die die Tür geöffnet und gleich wieder verschlossen hatte. Vom Sudoku ablassend sah ich in den Gang hinein, da mein Bett im richtigen Winkel lag und wir keine Türen außer beim Bad hatten.
Sanftes Quieken kam von der Albinoratte und sie entschied sich dazu, sich gegen meinen Hals zu kuscheln. Doch krallte sie sich fest in meine Haut, als ich mich leicht aufsetzte, genauso wie die schwarze, um nicht runterzufallen.
Ich senkte das Handy und sah mir das Mädchen genau an: gleich fand ich Gefallen an ihrem wunderschönen Haar, das voluminös und doch leicht ihre schmalen Schultern zierte. Ihre schmale Silhouette zeigte, dass sie ehre bei Geschwindigkeit als Muskeltraining begabt war, wobei meine etwas stärkeren Oberarme das Gegenteil beweisten.
Sie sah mir kaum aus wie jemand, der dunkle Magie einsetzte, ob sie eine Bändigerin war? Ein Element besaß? Mit Waffen hantierte?

Ich wollte das alles wissen, nur wollte ich nicht, dass sie /mir/ Fragen stellte. Ich war ein Topf aus Erinnerungen, von mir gab es nichts zu wissen.

"Sei nicht schüchtern", riet ich ihr, "das ist das Hauptzimmer, du kannst deinen Koffer in den Kasten stellen." Ihr Bett war auf der linken und meins auf der rechten Seite, genauso wie die jeweiligen Kästen, Tische und Aktenschränke. Im Vorzimmer, der Korridor wo sie sich befand, standen nur die Garderobe, wo mein langer grauer Mantel hing, und ein Kasten für Schuhe, in dem sie drei Paar Schuh von mir finden würde. Meine Familie war reich und sie ließen mich daran Teil haben.

Neugierig, erwartete ich sie also hier im Haupt- und Schlafzimmer. Ich fragte mich, was sie wohl zu meinem Aussehen und der 'kalten Aura', die ich angeblich ausstrahlte, sagen würde. Würde sie auch nach der Augenklappe fragen?
Würde sie sich erschrecken, wenn ich ihm Schlaf sprach? Hoffentlich schlief sie tief und fest. Dann würde es keine Probleme geben.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 8:04 am

Erstaunt trat ich in den großen ründlichen Raum, indem mich das Mädchen hineingebeten hatte. Zuvor hatte ich meine Schuhe ausgezogen und feinsäublich neben dem Schuhkasten gestellt. Immerhin war es ja nicht mein Möbilar. Das Mädchen begrüße ich lächelnd.
"Danke...ich heiße übrigens Miku"
Das Zimmer hatte eine optische Mitte die unverkennlich war. Rechts, luxoriöse Möbel und jeden möglichen Schnick Schnack, während links wohl mein Bereich war, welches eher schlicht gehalten war. Wie ich mir denken konnte war es nicht ganz wie mein altes Zimmer, und dam meine alten eigenen Möbel verbrannt waren, hatte man wohl nur für einen mäßigen Ersatz gesorgt.

Ich legte, wie es mir geraten wurde, die Tasche in den Kasten auf der linken Seite und stellte den Käfig auf einen der freien Flächen eines Tisches. Leicht bemerkte ich wie Fabi's Augen zu den Ratten wanderten, die am Hals des Mädchens hingen. Mit einem leichten Blick auf den Raben, verstand er sofort und unterließ einen möglicherweise blutigen Angriff.
Ich musterte das Mädchen etwas genauer. Sie war etwas muskulöser als ich, wenn gleich sie immer noch die Figur eines ganz normalen Mädchens besaß. Ihr Haar gefiel mir, denn langsam hatte ich das Interesse an meinen eignen verloren. Die Augenklappe erregte meine Aufmerksamkeit doch ich wollte ihr nicht zu nahe treten. Sie hatte etwas mysteriöses an sich, doch letztendlich kam sie mir freundlich rüber.

"Schönes Zimmer, muss man ja sagen..." Ich lächelte leicht und wusste nicht genau wie ich anderes eine Konversation hätte beginnen können. Ich war nicht neugierig genug um sie gleich nach ihren Lebensgewohnheiten zu fragen, weshalb ich mich erst mal im Hintergrund hielt.
Ich legte mich erschöpft auf das kuschelige Bett und stellte die Musik meines Handys nun komplett aus, ehe ich die Kopfhörer wegsteckte.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 8:14 am

"Akira. Akira Kazuya." Meine Augen hingen eine Zeit lang an dem Raben, genauso wie die meiner Albinoratte, die sich auf meine Schulter setzte und sich unter mein Haar kuschelte. Die schwarze schlief weiterhin in dem kleinen Hohlraum, der sich zwischen meinen Brüsten ergab, und benutzte mein Shirt quasi als Decke.
Da ich dem Raben gleich einmal nicht traute, dachte ich darüber nach, sie zu alles zu fragen, was ihm betraf, doch ich fand mich mit einer anderen Idee zufrieden.

Ich schloss die Augen und benutzte die Situation, in der Miku mit ihren Kopfhörern beschäftigt war, um die Augenklappe hochzuschieben. Als ich beide Augen öffnete, musste dies wohl den Raben wie einen Blitz treffen.

"Die Haustiere sind die Persönlichkeit ihrer Besitzer." So stand es im Handbuch. Und so nutzte ich das auch aus.
Schnell schloss ich die Augenklappe dann aber wieder und stand auf, um ein paar Schritte auf das Mädchen zuzugehen. Ich mochte keine großen Distanzen und unsere Betten waren schließlich an den Wänden.

"Sag, Miku-san, warum bist du eigentlich hier? Niemand hat uns gesagt, warum Neue herkommen", setzte ich an. Natürlich war es nicht meine Absicht, unhöflich zu erscheinen, doch ich wollte es wissen. Ob sie mir viel erzählen würde?
Den Raben sollte ich ihm Traum ja schon kennenlernen...
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 8:30 am

"...sei vorsichtig was du ihr sagst. Schau ihr nicht in die Augen." mahnte mich Fabi kräzend, irgendwas war mit ihm, doch ich hatte mich daran gewöhnt ihm zu vertrauen, seine Ratschläge waren bisher immer richtig gewesen und auch wenn er manchmal in Rätsel sprach konnte er Magie anwendung ohne weiteres spüren. Ihre Frage verunsicherte mich ein wenig. Eigentlich wollte ich mit der ganzen Sache abschließen...es war nun einmal geschehen und niemand konnte daran etwas ändern. Letztlich war es jedoch nur eine harmlose Frage und da ich nicht wirklich zeigen wollte wie unangenehm mir das war begann ich, dabei darauf achtend ihr nicht direkt in die Augen zu sehen:

"Nunja, die Akademie in der ich aufgewachsen bin steht nicht mehr...ist vollkommen abgefackelt."
Ich dachte zurück an mein früheres Leben. Auch wenn ich kaum Kontakte hatte, war es dennoch eine Art Heimat gewesen. Alle Gegenstände die einen gewissen nostralgischen Wert hatten waren nun ebenfalls Asche...es begann ein ganz neuer Lebensabschnitt für mich. Der Angriff kam überraschend, soweit ich wusste war es eine große Gruppe Senkai, jene Schattenwesen, die zu bekämpfen wir ausgebildet wurden.

"Bist du hier eigentlich aufgewachsen? Oder auch anders wo?"
Ich versuchte mit der neuen Frage von der Alten abzulenken, schließlich musste Akira nicht alles was mich beschäftigte wissen.
Was sie wohl für Fähigkeiten hatte? Ich hatte die Warnung meines treuen Rabens immernoch im Hinterkopf, und schließlich war sie ja nicht ohne besondere Fähigkeiten hier.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 8:42 am

Ich warf dem Raben einen tödlichen Blick zu, als er mit ihr zu reden schien. Wie mir schien, war er mehr als nur ein treuer Gefährte. Wollte er mich denn herausfordern? Wusste er, was mein rechtes Auge betraf? Es war keinesfalls gefährlich, überhaupt nicht. Die einzige Person, die es bestenfalls belasten konnte, war ich. Ich selbst.

Ohne Aufforderung setzte ich mich an die Kante des Bettest und nahm die schwarze Ratte aus meinen Ausschnitt heraus, nur um sie auf die Schulter zu setzten. Doch das blieb nicht dabei: die bräunliche Ratte war plötzlich wieder da und huschte meine Seite hoch zu meinem Schlüsselbein, wo sie zuerst den Raben und dann Miku ansah, bevor sie sich an meinen Hals kuschelte.

"Ich bin hier aufgewachsen, meine Familie aber kommt aus Österreich," antwortete ich, wenn die Antwort auch träge und kaum informativ war. Außerdem war sie veraltet.

Was auch immer.

"Was ist das für eine Bindung, die du zu deinem Raben hast? Es ist mehr als Haustierliebe, wie mir scheint,"
kommentierte ich das 'Rabenteather', das jener abzog. Ich mochte es nicht, wenn man Geheimnisse vor mir hatte. Vielleicht waren die Ratten deshalb meine anscheinend besten Freund? Ein anderer Freund war Marthin, der jedoch ziemlich hyperaktive sein konnte und sich unten im ersten Stock befand auf Zimmer 133c.

Ich strich mir eine paar brünette Strähnen aus meinem gräulichen Auge, bevor ich Augenkontakt mit ihr suchte.
Es war nicht meine Absicht, mein rechtes Auge auf sie anzuwenden. Ich kannte sie nicht und ihre Vergangenheit interessierte mich nicht. Dieser Rabe war alles, was ich wissen brauchte.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 8:54 am

"Ist es bei dir nicht auch so?"
Sanft richtete ich meinen Blick auf die Ratten die sich niedlicherweise an sie schmiegten. Fabi hatte immer noch Augen auf sie gerichtet, doch er wusste genau was richtig und was falsch war, wofür ich ihm wirklich dankbar war. Wie mir schien war Akira recht aufdringlich, wenn gleich ich spürte das es nicht mit Absicht war. Ich stand auf, mit den Augen immer noch den ihren ausweichend und ging zu meiner Tasche und zog ein recht schlichtes T-Shirt heraus.

"Du musst mich entschuldigen, aber ich habe eine recht anstrengende Anreise hinter mir und da morgen der Unterricht beginnt möcht ich
mich ganz gerne ausruhen...können wir das Gespräch morgen weiter führen?
"
Ich zog mir alles bis auf die Unterwäsche aus und streifte mir das T-Shirt über. Die Kleidung legte ich säuberlich in den Schrank neben meinem Bett und holte die angestammte Uniform aus meiner Tasche, damit ich diese nicht morgen suchen musste. Es wurde kalt an meinen nackten Beinen weshalb ich mich schnell unter die Decke verkroch.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 9:01 am

"..." Ich knurrte leicht, als sie mir so eine Frage stellte. "Ich, im Gegensatz zu dir, kann aber nicht mit ihnen reden." sagte ich, wobei ich das Auge auf den Raben gerichtet ließ.

Während Miku sich umzog, ging hinüber zum Fenster und sah hinaus - hinunter zu dem Boden, der viele Meter weit unten war. Leichter Wind blies durch meine kurzen Haare und ich atmete die Frischluft genüsslich ein.

"Wann willst du aufstehen? Ich stehe immer um dreiviertel sechs auf, da habe ich mehr Zeit für die Ratten und keinen Stress. Das Essen beginnt schließlich um halb sieben", meinte ich und ging zurück, um das Fenster zu schließen, als die Violetthaarige sich unter die Decke kuschelte. "Und bitte", sagte ich zuletzt, "füttere deinen Raben gut." Dies unterstrich ich damit, dass ich die Albinoratte streichelte. "Rem ist nämlich sehr misstrauisch und neugierig. Nicht, dass sich unsere Tierchen nicht verstehen, hm?" Leichter Sarkasmus schwamm in meiner rauen Stimme mit.

Ich wandte mich um und setzte mich wieder aufs Bett.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 9:19 am

Ich horchte auf. Sie wusste das ich mit Fabi reden konnte? Immerhin war es nur ein krätzen, doch letztlich schien meine Reaktion darauf wohl etwas zu verraten. Ich zog die Decke höher sodass nur noch mein Kinn zu sehen war. Sie war kuschelig warm und roch wie neu bezogene Bettwäsche eben roch. Schade nur das es nicht der alte Bezug war den ich so sehr gewöhnt war, er hatte ein wirklich Schönes weiß, violettes Muster gehabt und ich hatte mich gut damit identifizieren können.

"Sicher viertel vor sechs ist mir recht..."
Ich war zum Teil schon früher oben da ich kaum ruhigen Schlaf hatte, aber das wollte ich nicht erwähnen. Wer weißt vielleicht war es jetzt ja anders? Auch wenn ich ihn bisher nie gebraucht hatte stellte ich mir den Wecker des Handys. Zur ersten Stunde zu spät zu kommen wär sicher nicht passend und im Wächterorden wurde das meistens hart bestraft. Oft genug hatte ich gesehen wie Mitschüler Strafarbeiten deswegen bekamen.

Ich musste fast lachen als meine Mitbewohnerin andeutete das mein Fabi ihre Ratten fressen könnte.
"Keine Panik, solange ich ihm das nicht erlaube, wird er deinen Lieblingen sicher nichts antun."
Lächelnd drehte ich mich zur Seite und sah wie auch Fabian sich auf dem Bettpfosten zusammenkauerte und die Augen schloss. Auch für ihn war es sicher schwer und anstrengend gewesen. Er konnte etwas abwechslung gebrauchen.
Mit einem >Gute Nacht< an Akira gerichtet schloss ich sanft die Augen, schaltete auf meiner Seite das Licht aus und schlief seelenruhig ein.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 9:43 am

Ich saß noch zirka eine Stunde im Bett und spielte mich mit dem Handy.
Ich hatte schon die Türen und Vorhänge geschlossen, das große Licht ab- und meine Nachttischlampe angeschaltet, sodass die Kleine besser schlafen konnte.

Nachdem mein Wecker schon neun Uhr zeigte, stand ich auf und brachte die Ratten in ihren Käfig, der auf meinem Tisch stand. Sie protestierten, doch ich wusste, sie würden mich nicht in Ruhe lassen und ich wollte sie ihm Schlaf nicht unabsichtlich zerdrücken. Ich bewegte mich ja doch viel und ich wusste nicht, was mir erwarten würde diese Nacht..

Ich zog einfach die Hose aus und kuschelte mich ins Bett, bevor ich die Lampe ausmachte und den Kopf aufs Kissen drückte.
Die Augenklappe abnehmend und aufs Kästchen schiebend, drückte ich den Kopf ins Kissen.

+++

Es war eine große Akademie, und auch ihre Größe trug dazu bei, dass das Feuer sich schnell verbreitete. Überall waren Schreie zu hören, aus Angst und Schmerz. Manche schrien auch das letzte Mal, bevor sie von etwas erschlagen wurden.
Aber das, was die Aufmerksamkeit von den Lehrern mehr einfing, waren wohl komische Schattenwesen, die diesen drohten, sie im Kampf zu töten. Es rauchte und metallische Schwerter krachten aneinander.

Besonders eine Szenario war wichtig: es war ein Mädchen mit violetten Haaren, welches Luftmagie beherrschte und bei einem Wesen, das einer riesigen Schlange glich, dies anwendete. Das Wesen verteidigte sich mit Schild und Schwert und schaffte es, sie auf den Boden zu werfen. Ein direkter Hieb ließ sie am Boden verweilen. Als das Wesen das Schwert hob und zustechen wollte, kam eine schwarzer Rabe angeflogen und warf einen Stein auf das Ungeheuer. Dieses stieß ein animalistisches Brüllen aus und wollte nach dem Raben trachten, als das Mädchen seine Magie anwandte und das Wesen vernichtete. Schnell stand sie auf und lief davon, der Rabe folgte ihr auf Schritt und Tritt.


+++

"Er rettete ihr das Leben und ist nun ein treuer Gefährte", murmbelte ich vor mir hin. Leider wusste ich nicht, ob man mich nun gehört hatte, oder nicht.
Jedenfalls weckte mich ein Abschlecken völlig; als ich die Augen öffnete, sah ich die schwarze Ratte, wie sie mir über die Wange leckte und mich anscheinend aufwecken wollte. "Was ist denn, Ring?" Der Name war englisch und bedeutete für mich etwas Mysteriöses.
Ich hob die Ratte auf und sie huschte hinauf zu meiner Schulter, bevor sie meine Kopf hochkrabbelte und es sich dort gemütlich machte.

Als mir die Tatsache, dass ich nicht mehr alleine war, wieder einfiel, verdeckte ich schnell mein rechtes Auge mit meiner Hand und sah dann rüber zu meiner Mitbewohnerin...
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 10:07 am

Traumlos war mein Schlaf und ich wachte erst auf als die ersten Lichtstrahlen durch die Vorhänge schienen. Ein Blick auf mein Handy verriet mir das es gut halb sechs war. Schnell schaltete ich den Wecker aus und richtete mich auf, nur um zu merken das Akira bereits war. Lächeln begrüßte ich sie, ehe ich mich mit samt der Schuluniform und Kosmetikartikeltasche ins Badezimmer verzog. Das Bad war doch recht großzügig gehalten. Es besaß einen Wandschrank, eine Toilette, Waschbecken und eine Badewanne. Letzteres hatte ich noch nie in meinem Leben benutzt. Durch den Zeitdruck jedoch entschied ich mich lediglich rasch zu duschen. Ich zog die neue Kleidung an und machte mir die Haare, ehe ich mich standartgemäß schminkte. Alles in Allem war es hier ja gar nicht so schlecht. Zähneputzend räumte ich meine Sachen zusammen und ging dann zurück in mein Zimmer, nachdem ich mit der Zahnbürste ebenfalls fertig war.

Fabi war bereits wach und schaute verschlafend zu mir. Ich kannte ihn nun schon seid ich auf die Akademie gekommen bin, eine recht lange Zeit. Ich gab ihm einige fingerkuppengroße Getreidekügelchen zu essen, sein Leibgericht, ehe ich ihn auf meine Schulter setzte. Fabian hatte bisher keinen Unterricht verpasst und wurde auch von jedem Lehrer bisher toleriert. Als ich keine Kugeln mehr hatte, zog ich mir schwarze Turnschuhe über die weißen Strümpfe an, was dem Ganzen einen schönen Kontrast gab. Daraufhin wartete ich nur noch auf Akira, damit wir zusammen zum frühstück gehen konnten, immerhin kannte ich mich trotz der Ähnlichkeit nicht mit der Einrichtung aus und wollte nicht Gefahr laufen mich zu verwirren.


Zuletzt von Mikuri am Sa Mai 25, 2013 10:40 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 10:18 am

Anstatt sie anzulächeln hob ich einfach die freie Hand und winkte ihr komisch zu. Aber sowas war nicht mehr komisch. Sowas empfand ich als amüsant und lustig.

"Sooo... geh zurück in den Käfig, mein Lieber", sagte ich der Ratten, doch die klammerte sich an meine Kleidung, als ich versuchte sie von mir zu nehmen. Und weil ich nur eine Hand frei hatte, stöhnte ich nur genervt und beließ es dabei. Ein Blick zum Käfig verriet mir, dass er offen war. Nur wie..?
Ich schüttelte den Kopf. "Vergiss es." Als Miku das Zimmer verließ, band ich mir die Augenklappe um und fühlte ich befreit, dass ich beide Hände zur Verfügung hatte. Nachdem mein Bett gerichtet und die Ratten im Käfig - ich zwang Ring einfach dazu hineinzugehen und verschloss es doppelt - gefüttert waren, ging ich ins Bad und gesellte mich zu Miku. Ich ließ ihr Platz, während ich mir die Zähne putzte und das Gesicht wusch. Schminken tat ich mich sowieso im Hauptzimmer auf dem Tisch mit meinem kleinen Spiegel. Als das auch erledigt war, nahm ich die Uniform aus dem Kasten und fing an, sie mir überzuziehen. Dann bürstetet ich mir die Haare, wobei ich die Augenklappe kurz öffnete, und düftelte mich nur noch mit Parfüm ein.

Trotzdem starrte ich Miku verblüfft an, wie sie da bereit im Vorzimmer stand. Ich sah sie an, als hätte sie gerade behauptet, Katzen wären nicht unheimlich süß.
"What the fuck, Miku-san...", stöhnte ich verschlafen. Der Traum hatte mir ein paar Nerven gekostet und ich meidete Augenkontakt mit ihrem Raben. "Es ist viertel sechs - viertel nach fünf - und du willst essen gehen? Das fängt um 6.30 an, Schätzchen." Ich wandte mich um und ging mich streckend zurück zum Aktenschrank, in dem ich mein Handbuch suchte.


Zuletzt von DarkInnocence am Sa Mai 25, 2013 10:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 10:28 am

"Was hast du denn? Sind doch gerade mal 15 Minuten..."

Erneut schaute ich auf mein Handy und fluchte als ich die Zeit durch die verschlafene Sicht nicht richtig gelesen hatte, es war halb fünf nicht halb sechs.
Klar, schon früher war ich eine der Ersten in dem großen Esssaal gewesen, meistens aber auch nur aus langeweile, da ich nichts anderes zu tun hatte. Doch gut eine Stunde war dann auch mir zu viel.
Seufzend setzte ich mich an die Bettkante. Und warum holt sie jetzt schon ihr Buch? Normalerweise blieb immer Zeit um nachdem Essen noch schnell ins Zimmer zu gehen und das Lernmaterial zu suchen. Doch da ich nicht sonderlich auf unschöne Überraschungen aus wahr, nahm ich mein Zeug ebenfalls aus der Tasche. Man hatte mir bereits auf dem Weg mitgeteilt das ich mit meiner Mitbewohnerin in eine Klasse gehen würde, also wollte ich sie zuerst fragen.

"Habt ihr schon einen Stundenplan gekriegt? Mir wurde nur gesagt das ich bei dir mit in der Klasse sein werden..."

Ich hasste es nicht wirklich informiert zu sein und dann plötzlich auf dem Schlauch zu stehen, nur um hinterher anschiss zu bekommen oder aber auch den Vorwurf man hätte nicht richtig zu gehört. Fabian putzte sich gerade mit dem Schnabel die Innenseite seine Flügel und wartete wie jeden morgen geduldig darauf das ich mich zum Essen und danach zum Unterricht begab.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 10:42 am

"Noch nicht", antwortete ich und zog das Buch mit Gewalt zwischen bei fetten Akten hervor. Leider brachte mir das nur, dass diese herausfielen.
"...shit." Etwas bedrückt und dumm starrte ich die Akten an, als könnte ich ihnen befehlen, sich wieder einzuschlichten.

Ich legte das Buch auf mein Bett und packte die Akten zurück in den Schrank. "Auf was bist du denn spezialisiert?", fragte ich und sah sie fragend an. War es Windmagie gewesen, die sie in meinem Traum benutzt hatte?

Die Ratten quiekten im Hintergrund und Rem biss sogar in die Stangen, während die schwarze Ratte, Ring, am Verschluss des kleinen Tür kratzte.
Ich ignorierte das jetzt einfach einmal - das hatte ich schon lange begriffen, dass man Ratten nicht alles geben konnte. Schließlich waren weder sie noch ich verwöhnt.

Geduldig wartete ich auf Mikus Antwort, als ich das Handbuch aufschlug.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 11:56 am

Ich kicherte leicht als ihr die Akten herunterfielen. Mir passierte dies nicht wirklich oft, geschickt genug war ich immerhin. Ich überschlug die Beine und lehnte mich leicht nach hinten ans Bett, das war entspannter und ich fühlte mich nicht alzumüde, wenn gleich diese Position das Verlangen förderte einfach nach hinten zu fallen und einzuschlafen.

"Ich bin Luftakrobatin...und du?"
Windmagie war schon etwas feines. Man fühlte sich ungemein frei und auch die Kämpfe fühlten sich schwungvoll und kontrolliert an, als wild und unkontrollierbar. Mich würde wirklich interessieren was sie so konnte, immerhin hatte sie diese Augenklappe und wirkte allgemein mehr mysteriös und unberechenbar.

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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 12:01 pm

"Luftakrobatin, hm?", wiederholte ich und sah sie trotzdem verblüfft an, obwohl ich sie im Traum damit gesehen hatte. "Ist das schwer zu erlernen?"

Ich schloss den Schrank und ging hinüber zu meinem Bett, um mich faul drauffallen zu lassen. "Ich? Ich bin ein Schattenmagier, wenn man so will." Ich kümmerte mich kaum darum, ob sie wusste, was das war. "Also bist du beweglich und alles? Hört sich wirklich interessant an."
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 12:22 pm

"Hmm...es geht."
Ich dachte zurück an meine Ausbildung, es war schon recht hart, aber aufgeben kam für mich nie infrage. Meine Lehrer meinten es gehörte Talent dazu eine Magieart zu erlernen, denn ohne Grundstoff half es auch nicht bis zum umkippen zu üben.
"Beweglich? Naja schon...aber..."
Ich hasste es mich besser zu stellen als ich war oder meine Fähigkeiten offen zu legen. Schlicht fehlte es mir einfach an Selbstbewusstsein, wenn gleich ich wusste das ich nicht allzu schwach war.
"Schattenmagierin? Klingt interressant, was kannst du denn damit machen?"
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 12:35 pm

Ich grinste sie schief an, "Rate doch mal~"
Mit einem Kichern lehnte ich mich zurück. Wie es wohl war, ein Element zu beherrschen? Es war sicher ein anderes Gefühl, doch dieses würde ich wohl nie erfahren.
Leider standen mir nur lebensgefährliche und von vielen gehasste Kräfte zur Verfügung, was mich sie seltener nutzen lässt, als ich sollte. Um genau zu sein, versuchte ich ihm Kampf ohne Magie auszukommen. Ich fühlte mich um einiges menschlicher, wenn ich ohne eine zusätzlich, unnatürliche Kraft gewann.

Gewiss war dies hier eine Lernschule, doch war sie auch unser Gefängnis, bis zu unseren bitteren Abschluss. Und bis dahin brauchte ich noch ein Jahr. Natürlich dachte ich manchmal daran, was ich später machen werde. Sollte ich wie ein normaler Mensch leben? Eine Familie gründen?
Solche Gedanken waren mir schon oft gekommen.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 12:41 pm

"Hmm du kannst Schatten von leuten kontrollieren?" Ich lächelte sanft.
Ich wusste wirklich nicht was es mit den Schattenmagiern auf sich hatte, in meiner alten Akademie wurde es uns nie beigebracht und auch kein Schüler hatte diese Fähigkeit beherrscht.
Es hatte aber etwas mysteriöses und passte perfekt zu ihr. Ich musterte wieder ihre Augenklappe, ertappte mich dabei und vergass vor lauter Schreck das ich folgendes nicht fragen wollte:
"Darf ich fragen wie das passiert ist?"
Ich nahm an es wäre erblindet oder gar ganz herausgenommen worden.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 12:47 pm

"Fast, sagen wir ich kann Leute kontrollieren, okay?", lächelte ich zurück und streckte die Arme in die Höhe.
Doch erfror ich in dieser Haltung, als sie nach, anscheinend, der Augenklappe fragte.
Ich räusperte mich und sah sie ernst an. "Ich bin erblindet - wenn man so will. Das hat Schattenkraft an sich, ich musste einen Preis zahlen. Leider ist dieser Preise größer als ein erblindetes Auge. Ich will nur sagen.. schau nicht hinein, okay?"
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 12:52 pm

Ich nickte leicht, offenbar sprach sie soeben genau die Warnung aus die auch Fabi mir vorgetragen hatte. Sein zufriedenes krätzen ignorierte ich jedoch.
Weiter darauf eingehen wollte ich auch nicht, ich merkte wie es ihr unbehagen bereitete.
Die restliche Zeit verging wie im Fluge und ehe wir uns versahen war es bereits 6.20 Uhr.
"Wollen wir los?" fragte ich, die Schulsachen festumklammert.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 1:05 pm

"Ja, gehen wir", nickte ich und packte das Handbuch mit einer Akte in eine Tasche, die ich mir um die Schulter hing.
Die Ratten quieken unzufrieden, als ich mit Miku das Zimmer verließ und die Tür aufsperrte, bevor wir den langen Gang hinunter wanderten. "Wir kriegen heute wahrscheinlich die Lehrpläne", sagte ich und gähnte. "Mal sehen."
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 1:09 pm

Ich verfluchte den Umstand keine persönlichen Wertgegenstände mehr zu haben. Ich hielt die Bücher, Hefte und Schreibmaterial weiterhin in der Hand. Die Koffertasche wäre zu groß gewesen, weshalb es so die beste Alternative war.
Ich nickte nur leicht als Antwort auf das was sie sagte und verschloss dann hinter uns die Tür.
Da ich mich nicht wirklich auskannte überließ ich ihr den vortritt.
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BeitragThema: Re: Der Wächterorden - Wenn Schweigen Gold ist   Sa Mai 25, 2013 1:19 pm

Ich brachte Miku zum Speisesaal, der größer wirkte, als er eigentlich war. Gleich drückte ich ihr ein Tablett in die Hände und nahm mir selbst eins, bevor ich zu den verschiedenen Schüsseln mit Essen ging. Es war noch früh und kaum Leute waren hier.

Ich entschied mich für Müsli mit Erdbeeren und ein Glas Apfelsaft - mag nicht zusammen passen, jedoch ließ mich meine Laktoseintoleranz keine Milch trinken. So viel ich Kakao liebte, er war mir verboten.
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