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 Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester

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Mikuri
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BeitragThema: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 12:25 pm

Schon wieder eins der langweiligen Tage meines Lebens, aber wie immer unterwarf ich mich den Regeln meines Vaters. Anders als meine Schwester war ich wohl seine lieblings Tochter und gerade das gefiel mir nicht. Ich wurde immer wieder hoch gelobt und als Vorzeigemodell vorgestellt, so auch heute als wir zum Essen zusammen saßen und Besuch den Tisch schmückte.
"Darf ich vorstellen? Meine jüngste Tochter Miku..." Ich stand während seiner Worte auf und machte einen knicks, wie es sich für ein Mädchen gehörte, ehe ich mich wieder setzte. Die Tatsache das ich um wenige Stunden jünger war als meine Schwester Anne, war mir schmerzlich bewusst, denn so fiel die ganze Aufmerksam kein auf mich und sie stand als schwarzes Schaf da.
Der Besucher, ein Fürst aus der Region, lächelte mich an.
"Ihr habt eine schöne Tochter mylord..."
Innerlich wusste ich das es nur Schmeichelein waren um meinen Vater für später Geschäftsbeziehungen zu besänftigen, gleichgültig ob er es ernst meinte.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 12:54 pm

"Darf ich vorstellen? Meine jüngste Tochter Miku..."

Ich konnte nicht sagen, ob mein Blick etwas Verächtliches hatte, als ich meine um nur Stunden jüngere Zwillingsschwester beobachtete, wie sie aufgerufen wurde und einen Knicks vor Ihrer Hoheit machte, welche sich mit seiner Familie niedergelassen hatte. Vielleicht waren meine Augen auch mit Gleichgültigkeit geschmückt? Es war nicht so, dass ich abstritt, gleichgültig auf meine eigene Schwester zu agieren. Ich wusste nicht, ob es sie verletzte, doch wie gesagt.. es war mir egal. Sie war doch die Lieblingstochter, nicht war? Sie war doch angebetet von jedem, richtig? Sie wurde doch wegen ihrer Schönheit von den uns umzingelnden Burgherrinnen beneidet, war ich im Unrecht?
Ich denke nicht.

Eifersucht ist ein schlechtes Wort, um meine Gedanken zu präsentieren. Ich war nicht eifersüchtig auf meine Schwester. Noch beneidete ich sie. Um ehrlich zu sein konnte sie ruhig hier sein und ich verschwand, um ein paar Pfeile zu werfen und Freiheit zu genießen.
Freiheit. Etwas, das mir lange schon fehlte, wenn Ihr mich fragtet. Womöglich würde ich mein "nobles" Leben für sie aufgeben...

Nur mit schweren Herzens rief mein Vater nun mich auf. Es mir bewusst, dass ich nicht sein Liebling war, dazu ließ ich mir kaum etwas gefallen. Die Adeligen rund um uns herum waren für mich nichts anderes als gottlose Bastarde...

"Eure Hohheit, dies ist nun meine älteste Tochter, Anne-Catherine.."
Ich fuhr mir die Hand durch die Haare und stand auf, nur um kurz und schweigend zu verbeugen.
Verbeugen. Kein Knicks. Ich war hier nicht die Dame am Hofe, jedenfalls sah ich das so. Das Korsett um meine Taille drohte mir den Atem zu rauben, das war wohl einer der Gründe, warum ich weder viel aß noch sprach. Auch Miku neben mir schenkte ich kaum Beachtung. Trotzdem sah ich auf, als ein junger Ritter sich an meine Schwester machen wollte. Mit kalter Stimme zog ich die Aufmerksamkeit auf mich: "Gegenüber Euch würde auch ich eine Ameise wunderschön finden."
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 1:13 pm

Ich fuhr mit einer Hand sanft über mein Gesicht, um eine violette Strähne von dort zu entfernen und sie wieder gegliedert in meinen Haaren unter zu bringen. Dieses Violett war das, womit ich wohl bei allen als Schönheit empfunden wurde, es hatte eben eine außergewöhnliche Farbe und eine schöne Form, doch das kümmerte mich eher weniger, immerhin gab es wichtigeres als Haare.

Ein junger Mann näherte sich mir, einer der Begleiter des Fürstens und verbeugte sich höflich vor mir. Er schien recht nett zu sein und gut aussehend, aber Anne musste mir das natürlich wieder verderben.
Ich schaute zu meiner älteren Schwester, wie sie erneut sich gegenüber Vater erdreiste sich so zu benehmen. Ich merkte wie Vater rot im Gesicht wurde, schäumend vor Wut. Der Fürst jedoch ließ sich nichts anmerken sonder lächelte mir nur kurzer Hand zu und bedeutete Anne sich zu setzten.

"Eure Älteste hat Humor, das muss man euch lassen..."

Vater wich die Wut und erleicherterung machte sich in seinem Gesicht breit, wenn gleich ich wusste das es vermutlich noch ein Nachspiel haben würde.
Das Mahl wurde eröffnet und der Fürst tat sich als erstes auf, gefolgt von Vater und mir.
Nach einigen Bissen begann der Fürst mit seinem Gesprächsthema, es musste wichtig sein, anders hätten wir nichts davon hören dürfen.

"Leopold...ich bin hier weil etwas unsere Grenzen gefährdet. Die Senkai rücken nun von Osten her an und wir haben genug damit zu tun den Westen zu schützen...wir wissen nicht was sie vorhaben, aber ihr solltet die Augen offen halten."

Die Senkai? Ich kannte diesen Namen nicht, lediglich wusste ich das das Königreich seit Jahren Krieg führten, gegen wen oder warum wurde uns nie gesagt.
"Mein Herr, was hat das zu bedeuten?" fragte ich neugierig, doch als Antwort bekam ich nur ein besorgtes Achselnzucken meines Vaters. Scheinbar wollte er es uns nicht sagen.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 1:30 pm

Ich setzte mich auch mit einem schiefen Grinsen, "Ich danke Euch." Obwohl der Fürst nicht zu mir gesprochen hatte, konnte ich es mir nicht verkneifen. Ich wusste, dass mich Vater später womöglich bestrafen würde, aber im Moment waren alles meine Gedanken verschwunden, als ich den Namen "Senkai" hörte.
Alles, was ich wusste, war, dass diese Krieg mit uns führten. Aber sie waren keine normalen Menschen.. ein Fakt, den niemand akzeptieren wollte.
Trotzdem verhielt ich mich auffällig still, was mancheinen beunruhigen würde, aber ich wollte diese Diskussion auf jeden Fall hören.

Ich strich mir die blonden Strähnen hinters Ohr, als auch Vater nichts dazu zu sagen hatte. Das machte mich wütend. Wir waren schon 14 Jahren alt und somit sogar Heiratsmaterial, also warum verschwieg er uns immer noch Sachen, die wir schon längst wissen könnten? Auch, wenn Miku einfühlsam und auch schwach wirkte, war ich mir sicher sie könnte ein paar mehr Wahrheiten vertragen.

Ein Grund diese Nobelheiten zu hassen.
Purer Hass stieg in meinen blauen Augen auf, ich hoffte nur, dass es niemand sah, doch schon bald verspürte ich Augenpaare in meinem Rücken. Der Hass traf meinen eigenen Vater, dann den Fürsten. Ich wollte etwas sagen..doch hielt ich mich noch zurück...
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 1:40 pm

Beunruhigt schaute ich zu meiner Schwester. Warum hasste sie dieses Leben nur so sehr? Wir hatten alles was wir brauchten, es mangelte uns an nichts und wir würden ein schönes Leben führen. Nach Vaters Tod wäre Anne sogar Herzogin, doch ich hatte die Befürchtung das sie auch diese Aufgabe nicht ernst nehmen würde.

"Tu es nicht Schwester..." flehte ich sie in gedanken an, als sie förmlich zu kochen schien.

Vater merkte das auch, doch der Fürst redete unbeirrt weiter. Er kam darauf zu sprechen das man mehr Wachen aufstellen sollte, und vor allem uns Töchter eine Ausgangssperre erteilen solle, viel zu gefährlich sei es da draußen, wir könnten entführt werden oder gar ermordet. Ich seufzte leise in mich hinein. Ich liebte die Natur im Wald mit ihren Geräuschen und vorallem dem Wind. Aber wenn Vater es so bestimmen würde, was hätte ich groß tun können.

"Das ist aber noch nicht alles...wir wissen kaum etwas über die Senkai, weder ihre Motive noch ihre Methoden."

Vater schien zu verstehen, ich jedoch weniger. Schweigend ass ich den letzten Bissen des Abendmahls und merkte wie der Fürst und Vater sich jetzt zurück ließen und uns alleine ließen. Immer noch schweigsam schaute ich meine Schwester an und schüttelte nur leicht den Kopf.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 1:56 pm

Ich fühlte den Blick meiner Schwester an mir kleben und auch das leichte Kopfschütteln entging mir nicht.
Doch konnte ich einfach nicht still sein - als Vater und der Fürst sich erhoben, tat ich dies ebenfalls und rammte eine Faust in den Tisch.
"Haltet ein!", sagte ich, meine Wut halbwegs beherrschend. "Ihr wisst nichts über Euren einzigen Gegner, den Ihr schon binnen Jahren bekriegt? So etwas ist in meinen Augen lächerlich. Wenn Ihr euch die Leichen Eurer gefallenen Krieger ansehe würdet, wenn Ihr euer bestes Stück einmal in Euren Leben hinaustragen würdet, würdet Ihr sehen, dass die Senkai keine normalen Krieger sind! Sie sind Monster! Sie rissen Menschen in Stücke, bissen ihre Köpfe ab! Sie sind nicht mit Messerstichen noch mit Pfeilen zu töten! Diese halten sie nur auf!"

Ihr egoistischer Sohn einer Hure, fügte ich in Gedanken hinzu.

Es war still und auch die Zeit schien stehen zu bleiben.
Ich, Anne-Catherine von Herzogenburg, stand da mit der Faust am Tisch. Mein blondes Haar fein hinaufgesteckt, mein blasses Gesicht geschmückt mit verschiedenen farbigen Ölen (heutiges Make-up :3) und ein wunderschönes, blaues Kleid, gewoben aus feinen Stoffen, passend zu diesen angriffslustigen und kühlen blauen Meeresaugen. Der goldene Schmuck an meinen Armen raschelte, das Korsett drohte mir das Bewusstsein zu nehmen und auch meine Finger fingen an zu kribbeln. Ich spürte, wie ich der Kampflust verfiel... Doch ich musste standhalten.
Ich musste die Blicke auf mir standhalten. Die Blicke derer, die sich für ihr eigenes Land nicht einmal ein Haar abschneiden lassen würden...
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 2:08 pm

Der Fürst schüttelte nur leicht den Kopf, verließ den Raum. Doch Vater blieb einige Zeit, bis der Fürst außer Hörweite war.

"Wie kannst du es wagen?! Mich und vorallem IHN zu beleidigen?! Ohne uns wärst du ein nichts, bestenfalls ein Straßenkind! Nehm dir gefälligst ein Beispiel an deiner Schwester...!! Wir beide werden uns noch unterhalten wenn ich mit dem Gespräch fertig bin."

Wutentbrannt folgte er dem Fürsten und schlug harsch die Tür hinter sich zu. Vater hatte sich bisher nur wenig über mich beschwert, doch mit Anne gab es schon fast täglich Streit. Es war nie wirklich schön sich das mit anzusehen, aber ich konnte meinen Vater verstehen...er hatte soviel Zeit in unsere Erziehung gesteckt das es nur höflich war, wenn wir ihn wenigstens keine Schande machten.

"Was sollte das denn jetzt? Du kannst dich doch nicht ewig auf Kriegsfuß mit allem stellen was dir nicht passt!" fuhr ich sie ruhig aber bestimmt an.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 2:22 pm

Um ehrlich zu sein wagte ich es nicht, meinem Vater zu widersprechen. Ich /hatte/ Anstand, doch wollte ich ihn nicht zeigen. Vater hatte schon lange aufgehört, das Gute in meiner Sturheit zu sehen.

Als auch noch Miku anfing mich auszuschimpfen, warf ich ihr einen Todesblick zu und riss sie grob am Arm hoch. "Verstehst du denn nicht?!", schrie ich halbherzig und zeigte auf die Tür, durch die Vater und der Fürst verschwunden waren. "Dieser Mann kann nichts! /Nichts!/ Er ist ein Anfänger wie ein Knappe! Er ist nur sich selbst bewusst, weder seinem Volk noch seiner Krieger! Wie sollen wir je einen Kriege gewinnen, wenn sich die wichtigsten Männer dagegen sträuben, ihre vornehmen Kleider mit Dreck zu beschmutzen?"

Ich ließ Miku los und ließ ihr auch einen kräftigen Stoß zukommen. Meine Augen brannten wie Feuer. Der Hass war so heiß wie Feuer..

"Lass du dich doch verwöhnen und von Rittern umschwärmen! Heirate einen reichen Mann und lebe dein Leben mit zwölf Kindern!", zischte ich. Langsam drückte das Korsett stark gegen meine Rippen. "Aber ich akzeptiere es nicht, nichts tun zu dürfen! Weder eine Ausgangssperre, noch Vater, der sowieso nur Mutter hinterhertrauert und dich mit deinen violetten Haaren und schönen Augen als Ersatz sieht, werden mich aufhalten können! .."

Ich fasste mir an den Bauch und schluckte, langsam atmend. Das Korsett wurde enger, schien mir. Zu eng. "Miku, wenn du es nicht verstehen willst, ist das nicht meine Angelegenheit. Du kennst mich, Freiheit ist etwas, das ich schätze und das es hier nicht gibt. - Und erkläre mir bitte nicht, dass dein fast täglicher Spaziergang durch einen Wald Freiheit ist.. "

Nein, so etwas konnte ich nicht verstehen. Genauso, wie sie /mich/ nicht verstand...
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 2:33 pm

Der Stoß veranlasste mich, mit dem Hinterteil voran, zu Boden zu gleiten.
Etwas schmerzverzerrt kniff ich das rechte Auge zusammen und ließ diesen Wutausbruch über mich ergehen, wie es eigentlich immer der Fall war. Warum sah sie in mir immer das verwöhnte Kind, jene die immer falsch lag? Wurde ich jemals gefragt ob mir das gefiel? Hatte ich jemals eine Wahl? Nein. Ich war froh wenigstens etwas zu haben, es gab Menschen die hatten gar nichts und mussten in Armut auf der Straße leben.

"Warum kannst du nicht einmal zufrieden sein mit dem was du hast? Denk an die Gegenwart und nicht an diese fiktive Zukunft die du dir erträumst...du wirst eines Tages Herzogin sein, weißt du denn gar nicht was das bedeutete?"

Ich richtete mich auf und klopfte den Staub von meinem schwarz-grauen Kleid ab, der von Boden aufgewirbelt wurde.

"Siehst du es denn nicht das Vater sich sorgt? Er möchte nicht das uns was zustößt...und würdest du auch einmal etwas höflicher sein würde er dich auch nicht wie das behandeln was du bist...ein schwarzen Schaf!"

Die scharfen Wörte glitten durch meinen Mund wie der aufgebrachte Wind eines Sturms. Mir war egal ob es sie in irgendeiner Form verletzte, immerhin war es umgekehrt auch nicht der Fall.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 2:40 pm

"Höflicher? Sei still." Meine Hand fing an kribbeln - ich wollte dieses kleine, verwöhnte Miststück schlagen, doch dann würde Vater mich noch mehr bestrafen und das konnte ich jetzt nicht gebrauchen.

Ich richtete mich auf, nahm tief Luft und stellte mich dann vor meine Schwester. Wir waren gleich groß. Nur, dass meine Augen emotionslos wirkten. "Geh nicht wieder zu spät schlafen mit deinem Buch", sagte ich ihr und lehnte mich vor, um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben. Dann ging ich an ihr vorbei.

Ich war ein schwarzes Schaf, keine Frage. Aber das war mir egal. Wer wusste schon? Vielleicht wollte ich ja ein Straßenkind sein!

Als ich die Tür erreichte, war meine Wut schon fast weg.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 2:49 pm

Grimmig schaute ich ihr hinterher, wütent darüber das sie sich wie immer scheinheilig gab, wenn sie wusste das sie ihre Grenzen erreicht hatte.
So eine blöde Kuh, sollte sie doch machen was sie wollte. Mit gebührenden Abstand folgte ich ihr und ging in mein Zimmer. Es war ein wirklich riesiges Zimmer, größer als das meine Schwester was wieder rum meine Beliebtheit bei Vater wiederspiegelte. Es hatte ein riesiges Doppelbett, Kleiderschränke soweit das auge sehen konnte, Bücherregale, randvoll gefüllt, und Dekoration bestehend aus Pflanzen und Porzellan Statuen.
Ich hatte sogar mein eigenes Bad, samt Spiegel, metallischer Wanne und ankleide bereich.

Gemütlich legte ich mich aufs Bett und las, zu meinem Bedauern ganz nach Wunsch meiner Schwester, das Buch weiter, welches ich schon seid geraumer Zeit las, wieder ein Aspekt den Vater gefiel. Es trug die Aufschrift "Wunder des alten Reichs" und handelte hauptsächlich über die Geschichte des Königreichs, eher langweilig, doch Vater fragte mich regelmäßig ab und ich wollte ihn nicht enttäuschen.

Nach einigen Minuten legte ich es jedoch weg und kuschelte mich unter die Decke, nachdem ich mein Kleid ausgezogen und einen recht edlen Pyama angezogen hatte. Kurzer Hand schloss ich die Augen und schlief ein, mit einem letzten Gedanken an das heutige Gespräch...und die Senkai.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 3:02 pm

Meine Grenzen lagen immer nahe, doch auch immer wollte ich sie zerbrechen. Leider hatte ich eben dieses Pflichtbetwusstsein und es zwang mich dazu, auf meine Schwester Acht zu geben - ob es ihr gefiel, oder nicht.

Auf dem Weg in mein Zimmer versteckte ich mich vor Vater und verschloss die Tür. Ich wollte jetzt kein Gespräch mit ihm führen, noch sollte er wissen, dass ich wach war.
Mein Zimmer glich einem Kreis mit drei Türen - Bad, Kleiderbereich und meine eigene Waffenkammer. Mutter hatte Waffen gemocht, die meisten davon hatten ihr gehört.
Ich quälte mich aus dem Kleid und seufzte erleichtert auf, als ich von Korsett befreit war. Danach zog ich mir eine schwarze Hose und ein beiges Oberteil an.

Ich ging hinüber zu der Waffenkammer und betrat sie. Seit mehreren Jahren schon sah keiner mehr das Gute an meinen Künsten mit Waffen, besonders Vater kritisierte mich. Seltener meine Schwester, die aber auch begabt mit Schwertern umging.

"Frauen dürfen nicht mit Waffen interagieren", hieß es.
"Sie müssen vornehm und pflichtig sein", hieß es.

Für mich hieß das nur: "Sie müssen hörig sein." Und so etwas akzeptierte ich nicht. Auch, wenn ich Liebe für Schwester und Vater empfand, konnte ich mein Schicksal nicht annehmen. Was würde ich als Herzogin schon machen? Sobald ich einen Mann hatte, würde der wieder regieren und ich endete als alte Frau, die in schönen Kleidern irgendwelche Sachen strickte.

Ich schüttelte den Kopf und griff nach meinem Bogen. Die Tasche mit den Pfeilen schnürte ich mir um die Hüfte.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   Sa Mai 18, 2013 11:51 pm

Missmutig wachte ich mitten in der Nacht auf, ich hörte die Grillen quiken und die Geräusche der Nacht waren heute besonders unheimlich. Ich schaute aus dem Fenster meines Zimmers, es war teures Glas, nur wenige Burgen besaßen überhaupt Glas. Schatten huschte unten im Burghof herum und ich wurde neugierig, als das Tor langsam und quischend aufging. Rasch zog ich mir das Kleid vom Vortag an, die Enge machte mir schon seit Jahren nichts mehr aus und ich empfand es selbst als recht ansehlich. Trotz eines unruhigen Schlafes blieben meine Haare wie immer, man hätte es Magie nennen können, aber soweit wollte ich dann doch nicht gehen.

Ich schlich mich heimlich aus dem Zimmer und schaute in die Flure. Als niemand zu sehen war, schloss ich die Tür hinter mir und ging Richtung Aufendhaltsraum wo sich auch der Eingang befand. Ich hörte schreie und dumpfe Schläge, die mich leicht zittrig machten.
"Was ist da nur los?"

Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und mehrere paare Augen funkelten mich an. Die Körper kamen ins Licht und ich konnte eine halb menschliche Gestalt erkennen, jedoch leicht gebückt, mit Messern in der Hand und einem...Schweif? Ich war verwirrt...allgemein sahen diese Dinger nicht so wirklich menschlich aus Klauen hatten sie und spitze Reißzähne. Ich löste mich aus dem Schock, drehte um und schrie solaut ich konnte um Hilfe. Ich kam um eine Ecke und mehrere Wachen meines Vaters kamen mir zu Hilfe. Ich sah nur noch wie sie hinter mir zusammenbrachen und von diesen Bestien zerfleischt wurden. Angst machte sich breit und ich wusste nicht wo ich hinlaufen sollte.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 4:17 am

Ich kniffe das linke Augen zusammen, zog das Seil bis zu meiner Wange und zielte.
Ich schoss.
Der Pfeil traf die schwarze Mitte.

Ich grinste zufrieden und senkte den Bogen, nur um zusammenzuzucken, als ich einen Schrei und das Geräusch von aneinander krachenden Klingen vernahm. Schnell holte ich den Pfeil zurück, steckte ihn in die Tasche um meine Hüften und stürmte hinaus aus meinem Zimmer.
Ich hatte die Stimme von Miku gehört, um Hilfe hatte sie geschrien. "MIKU!", rief ich. "DU VERDAMMTES WEIBSSTÜCK, WO BIST DU?!"

Mit dem Bogen in der Hand lief ich den Gang hinunter. Meine Schuhe verursachten nur leise Geräusche auf dem teuren Glasboden.

Hatte ich Recht gehabt? Waren diese Senkai Ungeheuer und nun waren sie hier? Wie sollte wir gegen sie gewinnen?
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 4:30 am

Ich rannte so schnell mich meine Beine tragen konnten. Hinter mir das laute Knurren dieser Wesen. Sie kamen verdammt schnell näher, trotz das ich schnell rennen konnte, verfluchte ich den Umstand das Kleid wieder angezogen zu haben. Es kam wie es kommen musste. Ich blieb beim laufen mit einem Fuß an meinem Kleid hängen und fiel Schmerzhaft auf die grauen Granitplatten des Burggebäudes. Meine Handflächen waren vom abstützen leicht errötet und ich merkte wie mein Knie schmerzte. Ich drehte mich auf den Rücken und musste mit ansehen wie diese Biester auf mich zu kamen.

"Verdammt...was mach ich nur?"

Unter Schock verharrte ich wenige Sekunden ehe mir jenes einfiel was ich vor 6 Jahren für mich entdeckt hatte. Ich streckte die Hände, schmerzverzerrt aber bestimmt, nach vorne und konzentrierte mich. Luft sammelte sich zwischen meinen Händen und schwang in Form einer Druckwelle auf die Gegner zu. Diese wurden erfasst und ein paar wenige Meter weit nach hinten geschleudert, wo sich die Meisten an die Köpfe fassten und darüber nachdachte was gerade überhaupt passiert war.

Ich jedoch stand und lief weiter. Die nächste Ecke bog ich ein und knallte fast mit Anne zusammen.
"Gott sei dank...dir geht es gut...wir müssen hier weg!"
Ich wollte sie fast vor freude und erleichterung umarmen, wurde aber durch das neue Knurren eines besseren belehrt.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 4:47 am

Ich blieb abrupt stehen, als ich fast mit Miku zusammenstieß und atmete erleichtert auf. "Da bist du ja! Was ist passiert? Wo-"

Das Knurren eines, für mich nun, Gegners ertönte hinter uns und ich wandte mich um, nur um mit all dem Hass in meinen Augen auf weitere Ungeheuer zu starren. Es sammelte sich ein schlechtes Gefühl in mir, ich wusste, dass ich keine Angst zeigen durfte.
Entschlossen zog ich einen Pfeil, spannte in ihn den Bogen, zielte und schoss. Er traf den Kopf eines der Ungeheuer und Blut quoll aus seinem rechten Auge heraus. Als das Biest aber nur für kurze Zeit verharrte und dann den Pfeil aus seinem Auge zog, verzog ich angeekelt das Gesicht, weil es das Auge gleich mit heraus riss. Die Adern, die das Auge zu dem Kopf des Biestes verbanden, rissen auseinander und Ströme von warmen, dickflüssigen Blut rollten dem Biest hinunter. Es tröpfelte auf den Boden.

"Verdammt!", fluchte ich und trat einen Schritt zurück, als mich die Biester anknurrten und mit ihren Messern ausholten. "Ich hatte Recht! Waffen können ihnen nichts anhaben!" Schnell schnappte ich mir die Hand meiner Schwester, wenn auch mit einem etwas groberen Griff als gewollt, und rannte mit ihr den Korridor entlang. Überall um uns herum wurde gekämpft und frisches Blut bedeckte den Boden wie Lava.

Die Zeit lief uns davon; hinter uns waren die Biester, besonders das, welches durch mich sein Auge verloren hatte.
Auch, wenn ich wie eine Maid in den Trainingskleidern wirkte, konnte ich nicht abstreiten, dass ich mich nicht wohlfühlte. Miku hatte größer Schwierigkeiten mit ihrem tollen Kleid.. Und niemand würde mich für die Tochter des Burgherren halten. Vielleicht würden mancheiner das nur annehmen, da ich Schmuch trug und immer noch die teuren Öle mein Gesicht verzierten. Meine Haare jedoch waren schnell zusammen gebunden und ich spürte, wie immer mehr Strähnen in meine Augen fielen und mich behinderten.


Bald schon schwanden meine Kräfte - Miku an der Hand, Pfeile um die Hüften und einen Bogen zu tragen waren selbst mir zu viel Gewicht am Leib. Ich war sogar dankbar dafür, als uns plötzlich jemand zu Hilfe eilte: ein junger Ritter, den ich noch nie gesehen hatte. Wir stießen fast mit ihm zusammen bei der einen Ecke, doch er bedeutete uns gleich zu warten und stürzte sich auf die Biester. Obwohl er sie nur aufhalten konnte, kam er nach einiger Weil' zurück, sagend: "MyLadies, es ist eine Ehre Euch kennenzulernen. Jetzt jedoch muss ich euch hinausführen."
Dabei behielt er seine Augen auf mich gerichtet.

Ich konnte nur verächtlich schnaufen. "Denkt Ihr, ja?"
Nur mit Hoffnung drückte ich die Hand meiner Schwester sanft und wartete auf ihre Zustimmung diesem Ritter zu folgen.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 5:06 am

Ich nickte rasch. Das der Ritter zumindest etwas gegen diese Biester ausrichten konnte. Er schlug einem Vieh die Beine ab und zerrte uns dann mit sich die Flure entlang bis zum Ausgang der nach draußen führte. Er hatte offentlich die Absicht uns zu den Ställen zu bringen. Doch draußen war eine ganze Armee dieser Vieher. Der Ritter zog uns bei Seite und musste immer wieder stoppen um Gegner abzuwehren. Im Schlachtgetummel sah ich Vater mit seiner weißen Plattenrüstung und seiner Leibgarde auf uns zukommen.

"Verschwindet sofort von hier...!" herrschte er uns an und musste sich gegen ein heranstürmendes Biest zur wehrsetzten.

Doch es dauerte nicht lange und wir waren umzingelt. Mann um Mann fiel bis nur noch der Ritter, unser Vater und wir beide übrig waren.
Vater stellte sich schützend vor uns, das Schwert hoch erhoben. Die Bestien jedoch schienen sich keinen deut zu bewegen, hinderten uns lediglich daran zu fliehen. Ein Mann in schwarzer Rüstung trat aus der Menge und schaute uns lachend an.

"Herzog Leopold III...welch eine Ehre...doch ich fürchte eine recht kurze."

Ein Lichtblitz durchzog Vaters Körper und mit aufgerissenen Augen muss ich zusehen, wie er langsam zu Boden glitt, sich nicht mehr rührte und eine klaffende Wunde durch seinen Bauch ging.

"Vater...!"

Ich hatte Tränen in den Augen, stürtze zu ihm, versuchte ihn wachzurütteln, doch er bewegte sich nicht mehr. Sollte es das jetzt gewesen sein? Würden wir jetzt auch sterben? Verzweifelt klammerte ich mich an Vater und weinte.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 5:22 am

Meine Augen weiteten sich, als der Mann in schwarzer Rüstung uns'ren Vater tötete, direkt vor unseren Blicken.
Doch gleich darauf füllten sich diese blauen Augen mit Hass und Wut und mit einem Schrei stürmt ich vor zu diesem Mann, um ihm einen harten Stoß zu geben. "Gesteht Euch, ihr skorbuter Sohn einer Hure!!"
Tränen nässten meine Augen und ließen das schwarze Öl um diese leicht verwischen. Ich zog einen Pfeil und rammte ihn gegen die Rüstung, doch sie war zu stark für mich.

Plötzlich fingen meine Hände Feuer und drohten, die Rüstung zu schmelzen - leider war dies kaum der Fall. Sie wurde nur beschädigt und ich spürte, wie jemand mich schmerzhaft an den Haaren zurückzog und umwandte. Gleich danach fühlte ich eine schmerzhafte Ohrfeige mit dem Handrücken und wusste, das diese eine Wunde hinterlassen würde.

Die Balance verlierend trat ich zurück und fiel auf die Knie.
Mein Zopf löste sich auf und die blonden Strähnen verdeckten wild mein Gesicht, welches ich senkte. Ich streckte meine Ellbogen durch und setzte mich auf, nur um zu merken, dass glitzernde Tränen das Gras unter mir befeuchteten.

Es war das erste Mal seit Mutters Tod, dass ich wieder weinte und ich wusste, dass Miku sich dem bewusst war.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 5:32 am

Mein Blick wand sich von meinem Vater zu Anne. Traurig schaute ich sie an und war zu verzweifelt um mich genauso wie sie zu wehren. Jemand zog mich an den Haaren hoch und fesselte meine Hände schmerzhaft hinter meinem Rücken.

"Bringt die Beiden ins Lager...das wird den Lord sehr interessieren."

Er lachte wie wild und drehte sich weg, eher er ging. Jemand versuchte mich wegzuzerren von der Leiche meines Vaters, ich wollte nicht, doch eine Ohrfeige brach meinen Widerstand. Man führte uns zu einer kleinen Kutsche, bestehend aus mehreren höchstens ein Meter hohen Käfigen, welcher auf dem Burghof parkte und meist nur für Gesindel und Kriminelle eingesetzt wurde. Einer der Biester trat mir hart ins Hinterteil und zischte leise:

"Los rein da!"

Langsam kroch ich in den Käfig, zog die Beine an und das Biest schloss die Tür mit einem Vorhängeschloss ab.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 5:46 am

Zum ersten Mal widersprach ich nicht einmal und ließ mich hochziehen. Man nahm mir Bogen und Pfeile weg und band mir die Hände schmerzhaft am Rücken zusammen.
Meine Augen waren nicht mehr voller Hass oder Trauer - sie waren leer und emotionslos. Ich starrte nur auf den Boden und wagte nicht einmal meiner Schwester in die Augen zu sehen.
Irgendwie .. fühlte ich mich gerade machtlos und depressiv.

Als wir zu den Käfigen gebracht wurden, stieß man mich in den neben Miku und ich machte auch keine Anstalten, mich zu widersetzen. Ich krümmte mich zusammen und lehnte mich gegen den Käfig, auf den Boden starrend, während er verschlossen wurde.

"Wer ist dieser Lord?", fragte ich mich nur in Gedanken.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 5:56 am

Der Wagen setzte sich in Bewegung. Die unebene Straße sorgte dafür das wir recht schnell durchgeschüttelt wurden und immer wieder stieß ich an die zu kurz geratene Käfigdecke. Die ganze Fahrt über starrte ich gedankenversunken in die dunkle Umgebung. Was würde jetzt mit uns geschehen? Ich wagte es nicht meine Schwester anzusehen, wahrscheinlich wäre ich dann wieder schuld an dem Ganzen...
Auch wenn es uns jetzt noch gut ging, so hatte ich die Befürchtung das dies nicht lange so bleiben würde.
Es vergingen gefühlte zwei Stunden ehe der Wagen in einer großen Zeltstadt anhielt und wir herausgezerrt wurden. Tausende dieser Wesen irrten hier herum und ich hatte das Gefühl sie alle würden uns anstarren. Unsanft landete ich, als ich herausgezogen wurde auf dem Boden und kassierte sofort einen Tritt an meine Seite.

"Los, aufstehen du Miststück!"

Ich war beleidigungen ja gewohnt, doch das sie von diesem Monster kamen, ließ mich frösteln und noch mehr ängstigen. Schnell stand ich auf und man zerrte uns in die Nähe eines der größten Zelte im Lager.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 6:07 am

Als ich mitkriegte, wie das Vieh meine Schwester beleidigte, schaltete sich bei mir das Pflichtbewusstsein wieder ein. Ich zischte: "Hör auf sie zu beleidigen, du Mistvieh!"

Deswegen bekam ich wohl auch deine andere Ohrfeige, gleich nachdem ich aus dem Käfig gezerrt worden war wie ein Tier. Doch diesmal hielt ich stand und wehrte mich wild - wie ein Tier. Eine Raubkatze.
Leider half es mir kaum etwas, als wir zu einem großen Lager gezogen und dort hinein in ein Zelt gebracht wurden.
Mit großen Augen bestaunte ich all das Gold und die teuren Sachen, die hier vorhanden waren. Ich war gespannt, wer dieser Lord wirklich war...
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 6:13 am

Auf einem großen Thron vor uns saß ein Mann, ein Mensch war er zumindest, und schaute uns belustigt zu wie wir hereingebracht wurden. Man zwang uns auf die Knie zu gehen, die Oberkörper nach vorne gebeugt, wie als wenn man eine Gottheit anbeten oder wie ein Hund normalerweise herum lief.
Lachend stand der Mann auf ging auf uns zu und packte mir ans Kinn um mein Gesicht hochzuziehen. Leicht streichelte er mir über die Stirn, ehe er die selbe Prozedur bei Anne wiederholte.

"Interessant...ihr seid Adelig richtig? So schöne Mädchen wie ihr habe ich länger nicht mehr gesehen..."

Ich wusste nicht ob ich antworten sollte, oder besser was ich antworten sollte. Also senkte ich einfach wieder betrübt das Gesicht und bemerkte wie sich mit jeder Schweigesekunde die Laune des Lords verschlechterte.
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 6:17 am

"Wenn Ihr euch mit diesen Kreaturen belustigt, wunder mich das kaum, My Lord." Auch, wenn ich respektvoll sprach, war Verachtung und Hass in meiner Stimme, als ich die Hand des Mannes biss, der mein Kinn hob, um mich zu zwingen in seine Augen zu sehen.

Es war trotzdem irgendwie neu für mich, nicht hinter Miku zu stehen. Dass er uns beide als schön betrachtete und nicht sie vorzog, gab mir etwas Mut, um ehrlich zu sein.
Trotzdem hielt ich den Blick des Lords stand. Ich war stark - und das sollte er jetzt schon einmal begreifen!
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BeitragThema: Re: Rosenblut - Beim Leben meiner Schwester   So Mai 19, 2013 6:24 am

Der Lord lachte abermals als er die Bisswunde in seiner Hand begutachtete.
Er setzte sich zurück auf seinen Thron und starrte uns an.

"Sie sind ein notwendiges Übel, doch seid gewiss ihr seid hier in bester Obhut...solange ihr euch an ein paar Regeln haltet."

Er nickte einem Mann zu welcher wiederrum mit einiger Kraft in Anne's Seite trat. Ängstlich konnte ich nur zusehen und wurde nun als nächstes vom Lord angesprochen.

"Meine Untergebenen haben mir berichtet ihr würdet Magie beherrschen...stimmt das?"

Ging es ihm etwa darum? Hatte er uns deswegen gefangen nehmen lassen? Ich schaute noch einmal zu Anne, ehe ich leicht nickte.

"J-Ja, Mylord." sprach ich zittrig aus, während dieser nur zu schmunzeln begann.
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