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 Lost in Blood - Die Story

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DarkInnocence

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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:09 am

"Hm." Ich biss mir auf die Zunge und zuckte dann mit den Schultern. Was sie komisch fand, fand sie komisch.

Als sie mir antwortete, wandte ich den Blick ab und sah ihr tief in die Augen. "Ich will, dass du mit mir so viel Zeit verbringst, wie möglich." Das hörte sich für viele Leute weird an, aber ich meinte es so wie ich es sagte. Hinter diesen Zeilen verbarg sich jedoch etwas anderes als nur Spaß und Zuneigung als Grund. Es war eher Angst. Ich streckte meinen Arm aus und ergriff Sams Hand. "....Ich will nicht alleine vor Grinsekatze und Blondie stehen."
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Mikuri
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:16 am

Im ersten Moment zog ich die Augenbrauen hoch, lächelte dann aber verständnisvoll und tätschelte ihr die Haare. "Du musst keine Angst haben, ich bin doch immer da. Wenn es dazu kommt, dann beschäftige einen von ihnen solange es geht. Solange sie getrennt sind, kann ich alleine mit ihnen fertig werden.", ich kicherte, etwas sehr optimistisch in meine Fähigkeiten. Makoto hatten mir zwar beigebracht gegen sie zu kämpfen, doch seine letzten Worte lagen mir noch gut im Ohr.

"Egal was du machst, ein Gatherer wird dir immer überlegen sein. Nutze das zu deinem Vorteil und unterschätze sie nicht."

Ich ließ ihre Haare wieder los und strahlte etwas Freundlichkeit aus. "Außerdem, die Stadt ist riesig, solange wir zusammenbleiben, werden sie uns schon nicht finden."
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:22 am

"Ich weiß..", murmelte ich und starrte wieder hinaus aufs Meer. Ich fragte mich, ob Strains uns auch einfach so angreifen würden. Wahrscheinlich. Aber sie würden uns nicht suchen, richtig?
Shiki hatte zwar erwähnt, dass die Prozentzahlen wieder gestiegen waren, und dass es ungewöhnlich war, dass so viele an einem Platz - Osaka - unterwegs waren, aber das brachte uns nur mehr Arbeit. Je mehr ausgelöscht wurden, desto weniger Gefahr lauerte für die Menschen und desto besser konnten sich die Tori in Osaka frei bewegen.

Da stellte sich natürlich die Frage: arbeiteten die zwei Organisationen doch irgendwo geheim zusammen? Wenn sie in einem Kampf aufeinandertrafen - würden sie sich gegenseitig den Rücken freihalten? Es kam mir vor, als sollte ich nicht nur Menschen sondern auch Tori beschützen, wenn es ging.
Meine Augen wanderten wieder zu Sam. "Wobei es bei dir sowieso so sein wird..." Ich würde nie zulassen, dass etwas so Kleinniedriges wie ein Strain Sam Schaden zufügte. Das würde eine Beleidigung gegenüber der Nori sein.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:29 am

"Hast du wa-...?", wollte ich fragte stockte aber und schaute finster dreinblickend die Strandstraße nach osten hin entlang. Dann setzte ich wieder eine freundliche Mimik auf. "Würdest du für uns zahlen? Wir sollten besser gehen...", erklärte ich und warf ihr einen so eindringlichen Blick zu, dass selbst Makoto machen würde was ich sagte. Ich schob ihr mein Geld zu und starrte dann wieder in die Richtung wie vorher. Zwei schwarze Leuchtfeuer brannten in der Entfernung. Eindeutig Gatherer, doch warum hatten sie ihre Waffen aktiviert? Und vorallem an einem Ort wie diesen? Es war wohl besser zu verschwinden, bevor sie von ihren Zielen abließen und uns aufspürten.

Ich stopfte meine Brieftasche wieder in meine Seitentasche und wartete geduldig auf Aki. Die Leuchtfeuer brannten, bewegten sich jedoch keinen Zentimeter. Dann schließlich...erloschen sie und es war ruhig. Zu ruhig.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:34 am

"Hm?" Ich sah sie kurz komisch an, zuckte dann mit den Schultern und kramte meine Geldbörse raus. Ich holte eine Kellnerin zu uns und zahlte dann für uns beide. Danach gab ich Sams Geldbörse zurück und stand auf, mir die Tasche umhängend. "Ich will dann später Eis." Ließ ich sie wissen, ehe ich der Küste schon den Rücken zudrehte. Sie musste was gesehen haben, dem sie nicht zu nahe gehen wollte und ich fand mich nicht in der Position, sie zu hinterfragen.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:41 am

"Sollst du kriegen.", lächelte ich ihr zu, als wir uns in Richtung Bahnhof befanden. Immer wieder schaute ich mich in die Richtung um, wo zuletzt die Leutfeuer waren. Plötzlich knisterte etwas und wie aus heiterem Himmel rannte ich in eine Gasse hinein, Aki im Schlepptau. "Die Stadt ist wohl doch nicht so groß wie ich dachte...", erklärte ich im Laufschritt und spürte die Präsenz quasi im Nacken. Sie gaben sich keine Mühe es zu verbergen, doch ich spürte eindeutig etwas vertrautes...sie waren es. Nur sie kannten uns anhand des Gesichts und nicht nur am Leuchtfeuer. Als sich vor uns zwei Wege nach links und rechts aufbauten blieb ich kurz stehen und schaute mich um, schloss die Augen und atmete durch.

"Hmpf...sie sind schneller. Entweder hier bleiben und kämpfen oder uns aufteilen.", meinte ich ruhig und nahm den Zahnstocher in den Mund. Irgendwie wirkte ich wie die Ruhe selbst, auch wenn ich schon etwas Angst vor einer Begegnung hatte.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 1:50 am

"Was-?" Ich wurde plötzlich mitgeschleift. Wir rannte mit Sams hoher Geschwindigkeit ein Gassennetz entlang. Ich verspürte eine komische Präsenz, warf dann einen Blick hinter meine Schulter - und erhaschte die Sicht auf Grinsekatze. Dicht neben ihm der blonde, trainierte Typ. Wie hatten die uns so schnell gefunden?

Als wir endlich zum Stehen kamen, keuchte ich leise und nickte zu ihren Vorschlägen. "Aufteilen ist nicht gut", sagte ich ihr. "Aber besser als zusammen, glaube ich." Beieinander waren Grinsekatze und Blondie stärker, weil sie sich gegenseitig halfen und uns dabei überlegen waren. Ich wusste, dass es das Beste für unsere Gesundheit war...
Meine Ringe verformten sich zu meinen drei Messern, während ich Sam anstarrte. "Ich will zwei Eis..." Informierte ich sie murmelnd, bevor ich ihr den Weg freimachte.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 2:15 am

"Lauf nach osten und beschäftige deinen Verfolger, ich zieh die Aufmerksamkeit des anderen auf mich. Schau Richtung Meer. Bei rot versteckst du dich, verstanden?" Ich hatte keine Zeit alles im Detail zu erklären und da ich keine Widerworte wollte, rannte ich auch schon los, mit Bohnenstange im Schlepptau.

Die Hetzjagd ging noch ein wenig so weiter, bis wir einen leeren Strandabschnitt erreichten, welcher normalerweise geschlossen war. Hier blieb ich stehen und schaute meinen Verfolger grinsend an.

"Eins muss ich dir lassen...du kannst schnell wegrennen...", keuchte Gekkou und beugte sich runter um zu atmen. Ich wusste, dass es nur Show war. "Ich lauf doch nicht weg...nur find ich es hier viel schöner als in so einer billigen Gasse.". Er grinste, fast schon zustimmend und musterte mich von Kopf bis Fuß. "Kein leuchten...man hat dir also beigebracht, wie wir dich nicht mehr so leicht finden...aber ihr unterschätzt unsere guten Augen. Dein Gesicht kann ich mir ewig merken, so trotzig, aber süß." Ich winkte ab. "Aber du bist sicher nicht hier um freundlich zu quatschen. Liberate!". Vertraut funkelte mein Armband und schob mir meine beiden Waffen in die Hände.

"Das wird spannend. Eigentlich wollte ich dir ja zeigen wie es ist erniedrigt zu werden, aber...vielleicht wäre es besser dir gleich zu zeigen wie ausweglos deine Situation ist."

Ein lange rote Klinge bildete sich in seiner Hand, eine Art Ninjatoo, welches geschmeidig in seiner Hand rollte. Plötzlich war er vor mir und nur sehr knapp war ich seinem Stich zur Seite entkommen, die Augen fest auf meinen Gegner gerichtet. Doch dieser drehte einfach das Bein, nutzte den Schwung und brachte mich zu Fall. "Du hast wohl geglaubt, nur weil du eine Waffe hast, macht es dich zu einem guten Kämpfer was? Ich verrat dir was...", er drückte mit seiner sandigen Schuhsohle auf meine Kehle, so dass ich keuchte und nach Luft schnappen musste. "...du bist ein nichts im Vergleich zu uns."

Plötzlich ein Knall und Bohnenstange hielt sich die Wange, wo ein Streifschuss ihn getroffen hatte. Er hatte es kommen sehen? Ich hatte es so gut inziniert...und er war einfach ausgewichen? Er grinste, hatte mich jedoch vor Schreck losgelassen, sodass ich wieder vor ihm stand. "Offensichtlich...könnte es doch Spaß machen."

Ganze fünfminuten lang entbrannte ein Kampf, gepaart mit Ausweichen meinerseits und dem blocken von Kugeln auf seiner Seite. Ich musste jede Konzentration aufbringen, um ihm standzuhalten. Makoto hatte nicht übertrieben, Gatherer waren eindeutig überlegen...und das zeigte sich spätestens...als er mich mit seiner Klinge an der Schulter traf. Ich zuckte etwas, der Schmerz trat durch den Schock sicher noch nicht ein, doch als er die Klinge in der Wunde drehte, schrie ich auf. "Ich hatte meinen Spaß, aber vermutlich lässt es sich mit deiner kleinen Freundin besser spielen. Bon Voyage." Er zog die Klinge heraus, wirbelte herum und trat nach mir. Ich konnte sehen, wie der Tritt durch seine DNA verstärkt wurde, doch ich konnte nicht ausweichen. Die Wucht presste mir alle Luft aus den Lungen und ich spunkte Blut als ich in die Luft geschleudert wurde und Richtung Meer flog.

"Es tut mir leid, Aki..."

Es war mein letzter Gedanke, als ein rotes Leutsignal von meiner Pistole aus in den Himmel geschossen wurde, welches Grell am Himmel leuchtete, ehe ich mit einem Platschen auf die Wasseroberfläche schlug. Ich konnte mich kaum wehren, das Salzwasser brannte höllisch an meiner Wunde und ich bekam keinerlei Luft. Wasser flutete meine Lungen...und langsam...glitt ich zum Meeresboden. So war es also zu sterben?
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 2:58 am

Ich rannte in Richtung Osten und folgte dem System der Gassen zu den Küsten. Dicht hinter mir befand sich der blonde Gatherer. Am Anfang fand ich es komisch, dass er mich nicht erwischte, doch dann merkte ich, wie er mir seiner emotionslosen Miene mit mir spielte. Er wusste, dass ich kein Gegner war. Ich war nur ein Häschen, das er hetzte.

...leider lag er dabei nicht so falsch.

Trotzdem musste ich diesen Vorteil, den er mir gab, genießen. Ich sah nach vorne, versuchte Haken zu schlagen, rannte spitz um Kurven, lauschte nur den Schritten hinter mir. Er keuchte nicht und er schien sich auch keine Mühe zu machen.
Konnte man schneller laufen lernen?
Mein Ziel war die östliche Küste. Da waren wenige Menschen, weil das Wasser auf Anhieb sehr tief wurde und sie ihre Kinder nicht in Gefahr bringen wollten. Ich hatte genau dasselbe im Sinn; keine Menschen aufs Spiel setzen.
Keuchend blieb ich stehen, stolperte noch einmal kurz nach vorne, ehe ich mich umdrehte, die Messer schützen vor mich gerichtet. Der Gatherer stand nur zwei Meter von mir entfernt und starrte mich an. Er schwitzte nicht einmal... 
Meine Augen fielen auf seine Arme. Wo war die Wunde? Wie konnte sie ohne Narbe verheilt sein?!
Schnell richtete ich wieder meinen Blick auf ihn, als er anfing auf mich zuzugehen. Einfach so, ohne Waffe. Was sollte das? Was wollte er?
Ging es Sam gut?
Ich behielt die Spannung in meinem Körper und stand weiterhin in Verteidigung da.
"Nichts wird dich schützen", sprach der Typ auf einmal. Ich bekam einen halben Herzinfarkt dabei. Das war das erste Mal, dass er überhaupt etwas sagte.
Er stellte sich vor mich und hob seine linke Hand. Ein langer Stab formte sich in der Luft, dessen Ende plötzlich in die Breite wuchs. Ehe ich mich versah, hielt er eine Sense über meinen Kopf. "Vergiss das nicht." Beendete er seine schwungvolle Rede und ließ die Sense auf mich runtersausen.
Ich überkreuzte zwei Messer und versucht, abzublocken. Doch die Kraft, die gegen mich drückte, brachte mich nach nur zwei Sekunden zu Fall. Ich lag im Sand und setzte mich sofort auf, doch der Gatherer ergriff mich beim Oberarm und zog mich hoch. Unsicher kam ich auf die Beine, wobei er mich mühelos festhielt und mir seine Klinge an den Hals legte. "Lass deine Messer fallen."
Ich gehorchte nicht. Er hob einen Fuß und trat mir gegen die Hüfte; ein kleiner hoher Ton entfloh meiner Kehle und ich ließ aus Schreck die Messer fallen, die ich noch in der Hand hatte. Das dritte verwandelte sich zurück in meinen Daumenring.
Der Blonde lehnte sich zu mir runter und zwar ganz dicht zu meinem Hals, was mich irgendwie an Vampire erinnerte. "..." Er roch an meinem Schlüsselbein, dann ging er hinauf zu meinem Ohr und biss mir einfach so in die Ohrmuschel.
"Ah-!" Erschrocken haute ich mit der Hand gegen seine Brust.
"Du hast einen gewissen Duft an dir", raunte er mir ins Ohr. "Trotzdem-" Er stockte, als ich ihm mein drittes Messer in den Bauch rammte. Er ließ seine Verteidigung sinken, er war ein purer Angreifer, das war seine Schwachstelle.
"Intelligentes Gör." Er ließ mich los und schubste mich in den nassen Sand. Waren wir schon so weit zum Wasser hingegangen?
"Fass... mich nicht an", murmelte ich ihm zu, doch das beeindruckte ihn nicht. Er trat eher noch einmal auf mich zu. "Du bist nicht so aggressiv wie die anderen deiner Art. Du wärst bestimmt eine vorteilhafte Beute."
"Was zum-?"
"Die DNA ist stark ausgeprägt", unterbrach er mich. Er lehnte sich zu mir runter und ergriff mich beim Hals, um mich hochzuziehen. Ich umklammerte sein Handgelenk und krallte meine Fingernägel in seine dünne Oberhaut. Plötzlich aber ertönte das laute Geräusch einer Pistole. Ich wandte den Kopf zu meiner Rechten und sah ... das 'rote Signal'. Ich sollte mich verstecken?

Meine Gedanken wurden durch ein riesiges Platschen nicht weit von hier durchbrochen. Der Schuss war vom Meer gekommen...
Sam!
Ich erhob eines meiner anderen Messer und rammte es in das Handgelenk des Blonden. Dieser zog verärgert die Augenbrauen zusammen und musste loslassen, hatte ich ihm gerade das Handgelenk zerstört.
Er hob zwar seine Sense, doch ich rollte mich zur Seite, ließ alles stehen und liegen, und rannte ins Meer hinein. Ich spürte zwar die Augen in meinem Rücken, doch ich hörte nicht, dass er mir folgte. Er musste denken, ich wäre wahnsinnig - oder er war beleidigt, dass ich ihn stehen ließ.

Egal. Ich sprang in die Tiefe und schwamm hinunter, öffnete mühevoll die Augen. Das Salzwasser brannte, doch ich konnte eine rote Linie erkennen. Schnell schwamm ich dorthin und erkannte erschrocken Sams Körper am Meeresboden. Blitzschnell war ich bei ihr, ergriff sie und zog sie zu mir. Danach schwamm ich mit ihr nach oben, so schnell wie ich konnte. Mein Körper wurde schwächer. Meine Gliedmaßen brannten. Ich musste sogar meine Luft auslassen und sah ihr nur zu, wie sie als Bläschen hinaufflog.

Bei der Wasseroberfläche angekommen schnappte ich nach Luft und hustete etwas Wasser aus. Ich legte Sam auf meine Schulter, versuchte uns oben zu halten. Ich riss ihr das Top vom Leib und zog meines ebenfalls aus. Das Gewicht wurde weniger.
Schnell brachte ich Sam zur Küste, schleifte sie in den Sand und legte sie auf den Rücken. Ich checkte ihre Nase, fand aber keine Atmung und fing sofort mit einer Herzmassage an, um das Wasser aus ihrer Lunge zu drücken.

Bitte wach auf, Sam, wach auf, wach auf!


Mir war egal, ob die Gatherer noch da waren und ob sie mir gleich in den Rücken stechen würden. Ich musste Sam wiederbeleben.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 7:46 am

Von allem merkte ich nichts, als ich keine Luft mehr hatte, wurde mir schwarz vor Augen und ich hatte keine Kraft mehr nach Atem zu ringen. Meine Waffen verwandelten sich in die Armmanchette zurück und klebten sich fest an meine Haut. Sie würden mit mir sterben.

Als Aki mich schließlich an Land gebracht hatte, konnten ihre Wiederbelebungsmaßnahmen keinen Erfolg aufweisen. Umso so schlimmer, dass sich ein Lachen näherte.

"Hätte nicht gedacht, dass sie es überlebt...schwach...aber am leben.", er kicherte und verformte seinen Mund zu einem Fischmund, schlapperte nach Luft und lachte: "Na komm, atme, atme, dann kann ich länger mit dir spielen!". Er lachte sich kaputt und stupste immer wieder in mein Gesicht. "Na komm wach auf!". Das ging eine Weile so weiter, egal was Akira versuchen würde um ihn davon abzuhalten.

Schließlich jedoch, stockte er, als eine Klinge auf seiner Schulter ruhte. Es war das spitze Ende eines Degens. "Würde es dir ausmachen ein paar Schritte zurück zugehen?", fragte eine freundliche Stimme, die zu einem grünhaarigen Mann passte. "Oder, willst du das mit mir ausfechten?". Bohnenstange lachte, stand auf und nahm mit einem eleganten Wink die Klinge von seiner Schulter. "Drive" - und er verschwand augenblicklich mit einem Surren. Genau in dem Moment hustete, kam auf die Seite und brach das restliche Wasser aus. "V-Verflucht...ist das widerlich...", gab ich leise von mir und wischte meinen Mund vorsichtig sauber.

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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 7:54 am

"HAST DU EINEN KNALL?!", knurrte ich die Grinsekatze an. Ich konnte allerdings leider meine Hände nicht von Sam nehmen, um ihn wegzuschubsen. Doch ein Mann tauchte sowieso auf und verjagte ihn, wenn man es denn verjagen nennen konnte.
Als Sam wieder zu sich kam und selbstständig atmen konnte, hörte ich auf und zog sie hoch, gegen meine Brust. Mir tat es leid, dass ich ihr das Shirt ausgezogen hatte... "Dir geht's gut...", murmelte ich ihr ins Ohr. "Mach das nicht nochmal!"
Ich wollte den komischen Mann nicht hinterfragen, er hatte uns wahrscheinlich das Leben gerettet.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:08 am

"Ich denke schon...", meinte ich niedergeschlagen. Nicht nur, dass ich gesundheitlich etwas angeschlagen war...nein, mein ganzer Stolz war gebrochen. Dieser verfluchte Mistkerl...wieso konnte ich ihn nicht einfach in Stücke reißen?? Ich wollte mich bewegen, doch ich zuckte und stöhnte auf vor Schmerz, fasste mir an die Schulter, nur um zu merken, dass sie blutüberströmt war.

"Keine tiefe Stichwunde, er wollte dir nicht ernsthaft schaden, kannst ja richtig froh sein Freunde bei den Gatherern zu haben." - Ich zuckte zusammen als ich Makotos Stimme hörte, funkelte ihn aber sofort böse an: "Der Typ ist die kleinste, hinterlistigste und schleimige Ratte, die es jemals gegeben hat...noch ein Wort und es setzt was, Makoto!". Er lachte herzhaft und ich musste etwas grinsen, dennoch heiterte mich dieses Wortgefecht nicht wieder auf. Ich hatte auf ganzer Linie versagt, trotz des immensen Fortschrittes. "Wer ist deine Freundin hier eigentlich?". Ich zuckte mit den Achseln. "Ach, das ist nur Aki. Wir waren zusammen essen, als ich deren Präsens gespürt habe." - "Ups...", er seufzte. "Ich hätte gedacht, es würde schneller gehen, die Beiden auszurotten, aber wie sich herausstellt, sind beide ziemlich gut im weglaufen."...er sah dabei fast wie ein Kind aus. "Achja...Aki ist von den Nori. Ich hoffe das ist nicht schlimm..."

Nun an der Stelle sollte man sagen, ich hatte seine Reaktion bestimmt schon eingeplant gehabt. Und hätte erwartet er würde einfach mit Drive verschwinden...doch...

"N-NORI?!", er hielt zwei Finger überkreuz und deutete damit ein christliches Zeichen an und seine Miene konnte man als "Geh weg Tochter des Teufels!" deuten. Er strampelte, fiel auf den Boden und robbte zurück, ehe er schreiend aufstand und wegrannte. Mit einer unbeschreiblichen Gesichtsausdruck schaute ich ihm nach...es war wirklich Makoto.

Meine Miene...:
 
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:15 am

"...ist nett, Sie kennenzulernen, Mister Makoto", murmelte ich und legte den Kopf schief, während ich diesem Makoto dabei zusah, wie er aus Sichtweite lief. Was war das denn für ein komischer Vogel?
Ich sah mir kurz Sams Wunde an der Schulter an und stand dann vorsichtig mit ihr auf. "Ich bring dich zum Arzt."
Die Gatherer waren wenigstens weg. Trotzdem war es komisch, wie diese Grinsekatze mit Sam spielte... Wollte er sie nun töten oder nicht? Wieso war die Situation so verwirrend?
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:22 am

"I-Ich brauch keinen Arzt, Akira.", weigerte ich mich und hielt mir die Schulter. "Ein kleiner Verband und morgen ist es verheilt, kaum der Rede wert." Ich wollte nicht auch noch meine Schwäche offen zu geben und zu einem Arzt gehen. Wer war ich dann? Das Gespött der ganzen Stadt! Ich knirschte mit den Zähnen und man sah mir den Frust förmlich an.

Erst jetzt bemerkte ich so wirklich, dass wir nur unsere BHs trugen, offensichtlich hatte Aki mein Top im Wasser gelassen, damit ich nicht so schwer war. Wie konnte ich es ihr verübeln. "Bringst du mich nachhause? Du kannst auch ruhig eine Weile bleiben wenn du magst, mein Onkel ist eh arbeiten...", meinte ich und atmete tief durch.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:26 am

"Lass uns zuerst neue Tops kaufen und dann gehen wir", schlug ich vor.


- Cut. -


Bei Sam zuhause setzte ich mich auf das Bett und zog die Beine hoch zu einem Schneidersitz. Ich hatte ihr geholfen die Wunde zu desinfizieren und zu verbinden. Sie würde hoffentlich von den Tori noch mehr Hilfe kriegen, sodass es ihr bald besser ginge.
"Und was sollte der Typ schlussendlich von dir?" Bis zum roten Signal hatte es eine Weile gedauert gehabt, also musste ein langer Kampf zwischen ihnen stattgefunden haben. Und er war ein echtes Plappermaul, welches sie nicht umgebracht hatte... Jedenfalls nicht mit seinen Händen.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:39 am

"Ich hatte das Gefühl, er hat nur mit mir gespielt...er wusste das ich ihn nicht kleinkriegen konnte. Wie hast du überhaupt deinen Verfolger abgeschüttelt?", fragte ich ungeniert, als wir bei mir zuhause waren. Mein Zimmer war recht schlicht in Schwarz und Weiß gehalten. Fast schon peinlich sauber. In einer Ecke stand mein Schreibtisch, samt Laptop und Stuhl. Außerdem gab es noch einen Kleiderschrank, mehrere kleinere Schränke und mein Bett.

"Ich hatte gedacht, ich könnte was ausrichten...verfluchte kacke..." Ich krallte mich in die Decke. Ich musste besser werden. Fast wäre Aki meinetwegen drauf gegangen. Bohnenstange hätte sie oder mich ohne Probleme töten können, doch er hatte es nicht getan. Warum?...verflucht, hätte er mich nur umgebracht...dann wäre ich nicht in dieser Lage.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:43 am

"Ich bin ins Wasser gegangen", antwortete ich stumpf und lehnte mich mit der Schulter gegen Sam. "Sei nicht dumm. Wir haben erst angefangen. Die wollen irgendwas anderes außer unseren Tod von uns und ob das gut oder schlecht ist, ist relativ." Ich legte meinen Kopf auf ihre gesunde Schulter. "Trainier' doch mit mir." Vielleicht war sie dann mehr motiviert?
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 8:51 am

"Ich bezweile, das unsere Chefs das zulassen...wenn da müssen wir es insgeheim machen.", überlegte ich leise und legte einen Hand um ihren Körper. Ihr Kopf war so weich und es beruhigte mich etwas. "Der Weg der Tori ist die Freiheit und Grenzenlosigkeit...vielleicht...wenn wir ein gutes Team abgeben würden...könnten wir sie zusammen sicher überwältigen.", meinte ich und beendete den Satz in Gedanken: "Wir bräuchten nur einen unabhängingen Lehrer...dem es egal ist ob wir nun Tori oder Nori waren."

Ich seufzte und kraulte sie am Kopf. "Willst du nachher nachhause gehen oder hier übernachten? Wir haben zwar morgen Schule, aber dein Haus liegt ja eh auf dem Weg.", meinte ich ruhig und schaute aus dem Fenster. Die Sonne ging langsam unter.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 9:07 am

"Freiheit? Grenzenlosigkeit?", wiederholte ich etwas nachdenklich. Mein starrer Blick lag in der Luft.
"Du bist nur ein Hund in einem System. Du agierst als Beschützer und als nichts anderes," murmelte ich dann Shikis Worte. Ich fragte mich, wieso die Anführer der beiden Organisationen so verschiedene Ansichten besaßen, wenn sie doch für dasselbe kämpften. Was war der Grund, warum die Tori die freien Engel und die Nori die unmenschlichen Hunde waren? Wieso war das Leben der Tori Freiheit und das der Nori Dunkelheit? Weshalb stehen Tori im Licht und die Nori bleiben im Hintergrund?
Es schien alles auf nur zwei Vorsätze zurückzugreifen: 'Du bist alles.' - und - 'Du bist für andere da.' ...Wie Hunde eben.
Es war ja nicht so, dass ich Shiki nicht verstand, aber ich fand es eigenartig wie anders die Tori waren.
Ich glaube ich könnte mich auch nie zwischen den Vorsätzen entscheiden, wenn ich gefragt würde.

"Nö, ich muss heim", antwortete ich Sam dann. "Mich um Andrej kümmern. Trotzdem... was wollen die beiden wirklich von uns?" Und wer war der Blonde? Wie kam es, dass sich jeder nur für eine von uns interessierte?
Da erinnerte mich an Tiere.

Warte...
Tiere. Instinkt. Grund zu Leben.
Der Grund des Daseins eines Tieres war der Erhalt der Art: "Fortpflanzung", platzte das Gemurmel aus mir heraus.

Gott im Himmel, was dachte ich nur?
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 9:15 am

Ich schaut sie an, lief rot an und prustete dann vor lachen zusammen. Es war ein durcheinander von Schmerzen und krampfhaften Lachen. "Aki! Seit wann denkst du denn so pervers? Ich dachte bisher bin immer nur ich von uns offen.". Ich kloppte ihr auf die Schulter. "Keine Sorge, die werden dich schon zu keiner Gatherer Mutter machen, dafür sorg ich.". Dennoch musste ich wieder lachen und beruhigte mich erst nach einigen Minuten wieder. "Also schön, wir sehen uns dann morgen, oki?"

Ich brachte sie zur Tür und nachdem ich zugesperrt hatte, seufzte ich. So dumm es auch klang, sie hatte recht. Vielleicht wollte ich es nur runterspielen, aber ich wusste das zumindest ein wahrer Funke da war. Vielleicht sollte ich Makoto dazu befragen. Er wusste viel über ihre Lebensweise.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 10:23 am

- Cut. -

Ich saß im Schneidersitz auf der Matte, die ich rausgezerrt hatte und spielte mich mit einem meiner Messer. Warf es hoch und fing es auf. Den anderen Arm hatte ich auf meinem Knie und mein Kopf lag in meiner Handfläche. Die letzten paar Tage hatte ich nicht ruhig schlafen können. Ich joggte mehr als ich wollte, lernte nebenbei für Geschichte und las mir dann nach dem Aufstehen in der Früh das Buch von Akaya durch.
Morgen war die Prüfung zum M-Rang. Natürlich machte ich sie, Shiki sollte mich nicht als Wurm abstempeln. Ich wollte nicht unten bleiben, der B-Rang war nichts, gar nichts, genauso wertlos wie eine Badewanne im Pazifik.
"..." Ich seufzte und warf das Messer nach vorne. Es traf den zweiten Kreis in einer Zielscheibe. Draußen war es sicher schon dunkel, ich war zirka seit sechs Uhr abends schon hier und versuchte mich abzulenken. Meine Gedanken über die zwei Gatherer, die uns verfolgten, waren absurd, da hatte Sam ganz und gar recht. Wieso auch sollten sie so handeln?
Dass sie mich ausgelacht hatte, war berechtigt. Ich hätte auch lachen können.

Egal. Was wollte ich denn? Es war besser, wenn ich unrecht hatte. Ob es allerdings besser als Ungewissheit war, war relativ.
Scheiß relativ.
Vielleicht sollte ich mehr arbeiten und weniger über meine Situationen nachdenken.

Die Tür zu der Sporthalle öffnete sich. Ohne hinzusehen wusste ich schon, dass es Shikis Schritte waren. Irgendwie hatte ich angefangen, mir die Schritte von verschiedenen Leuten zu merken.
Aus Respekt stand ich auf und wandte mich zu meinem Anführer. Ich tat alles aus Furcht und Respekt vor ihm. Es war ein vollkommen anderes Klima als bei den Tori, wo Sam bei ihrem Boss schon ein paar harsche Worte abgegeben hatte.
Shikis leere Augen betrachteten mich, während er auf mich zuging. "Was machst du noch hier?"
"Tut mir leid, ich wollte noch etwas trainieren..."
"Wenn du nervös bist wegen morgen, bist du nicht bereit anzutreten", sagte er kalt.
"Ich bin bereit", erwiderte ich und legte eine Hand auf mein Herz. "Wirklich."
Ein leises Kichern entfloh Shikis Kehle. Ich war mir nicht sicher, ob er es witzig fand oder sich ernsthaft über mich lustig machte. Diese Unwissenheit gab mir eine Gänsehaut.
Ich sah Shiki dabei zu, wie er sein Katana zog und auf mich richtete. "Steh gerade."
"..." Das Messer in der Zielscheibe löste sich in weißen Photonen auf, ehe es als Ring zurück zu meinem Mittelfinger zurückkehrte. Danach ließ zwei meiner Messer erscheinen und nahm je eines in eine Hand.
Shiki nahm sein Katana über seinen Kopf und wartete für einen Moment, schien eventuell zu kalkulieren, bevor er einen gewaltig-schnellen, großen Schritt nach vorne machte und zuschlug. Er hatte die Distanz mit diesem einen Schritt so sehr verkleinert, dass ich grade noch ohne eine Wunde zurückweichen konnte. Sofort nutzte ich den Schwung, den ich vom Ausweichen hatte, und wandte mich einmal im Kreis, um Shikis Klinge dann mit gekreuzten Messern zu begegnen. Ich wusste von den eigenen Schwertkämpfen her, dass man immer sofort wieder zuschlug.

Da ich kleiner war, konnte ich ohne Mühe zur Seite treten und seinem Katana meine Messer entziehen. Ohne Zeit verstreichen zu lassen, holte ich mit meinen Messern aus und haute immer wieder zu. Shiki konterte und blockte jeden Angriff, trat dabei nicht ein Mal zurück und behielt seine ruhige Atmung.
Nach ein paar weiteren Blockungen, hob er plötzlich das Bein, wandte sich etwas zur Seite und trat mir kraftvoll gegen die Rippen. Ich verlor die Balance und wurde zurück auf den harten Boden geworfen. Allerdings schaffte ich eine schiefe Rolle nach hinten und kam somit auf meinen Füßen und Knien zum Stehen. Der Tritt machte mir klar, dass ich meine Verteidigung stärken sollte.

Shiki kam wieder auf mich zu, sein Schwert erhoben. Ich stand sofort auf und unsere Klingen trafen sich erneut. Er lehnte sich hinein, zwang mich in die Beuge. Meine Oberschenkel brannten, als ich zittern versuchte, standzuhalten. Shiki hingegen beobachtete mich nur ruhig und nach einer Weile wandte er auch das Schwert, um mich mit einem gewaltigen Schwung zur Seite zu zwingen. Ich stolperte, leider kam ich nicht weit und verspürte plötzlich einen dumpfen Schmerz an meiner rechten Schläfe. Bevor ich es wusste, fiel ich keuchend auf die Knie. Shiki senkte sein Schwert. Er hatte mich mit dem Griff geschlagen, sodass ich die Balance und kurze Zeit alle Kraft verloren hatte.

"Dein Training für heute ist beendet. Geh nachhause", sagte mir seine raue Stimme und ich hörte nur noch seine gemütlichen Schritte, die die Halle verließen und im Korridor nachhallten. Ich legte eine Hand auf meine Schläfe und seufzte auf.
"...ja, Sir."


- Cut. -


"Mäuschen! Was ist passiert! Wer hat das getan?!", quietsche meine Mutter und strich mir über die Wange. Meine Schläfe war gestern nur rot gewesen, heute Morgen war es schon ein schöner blauer Fleck, dessen Ränder einen rötlichen Übergang in meine weiße Haut bildeten.
"Mir geht's gut. Ich bin nur am Kasten angelaufen...", seufzte ich und wuschelte mir durch die Haare, sodass sie den blauen Fleck verdecken würden. Sie waren zwar kurz, aber die kleinen Strähnen in meinem Gesicht brachten was.
"Was ist denn los?" Mein Vater kam mit Kaffee um die Ecke.
"Schau doch, Schatz, es sieht furchtbar aus...", überreagierte meine Mom.
"Ich bin wo angelaufen", wiederholte ich.
Dad sah sich flüchtig diesen blauen Fleck an, ehe er mit dem Kopf schüttelte. "Pass doch besser auf, Akira. Du bist so ein Tollpatsch. Was, wenn du dir ernsthaft etwas getan hättest? Deine Mutter wird noch krank vor Sorge..."
"Mir geht's gut", sagte ich schon zum neunzigtausendsten Mal. Danach ging ich in die Küche, hörte meine Eltern noch zueinander flüstern, ignorierte es aber. Ich machte mir eine Schale Müsli und füllte mir ein Glas mit Orangensaft. Natürlich tat es weh und natürlich war es keine kleine unbedeutende Verletzung. Aber ich respektierte Shiki und er wollte mir nur bewusst machen, dass ich durch nächtelanges Training nichts erreichen würde, wenn mein Körper erschöpft war.
Irgendwie fand ich Shiki auch cool. Ich wusste, dass ich mir noch gute Kleidung für zukünftige Aufträge suchen musste, am besten welche, mit der man sich gut bewegen konnte. Heute Abend war schließlich meine Prüfung!
Ich mischte mein Müsli fertig, tat Erdbeeren drauf und verzog mich dann auf die Terrasse. Nachdem ich mich hingesetzte hatte, legte sich Andrej unter den Glastisch zu meinen Füßen und wedelte mit dem Schweif. Eigentlich war Shikis Kleidungsstil total cool... Ich wollte ihn nicht kopieren, aber so ein Mantel war sicher keine schlechte Idee. Ein dünner Pullover. Gemütliche Schuhe. Hmm...
Ich nahm ein paar Löffel von meinem Müsli in den Mund, dann nahm ich mein Handy her und googelte ein paar Outfits mit so Ledermänteln. Ehrlich gesagt kam ich mir dabei blöd vor- hey, Handschuhe wären auch richtig gut.

Nach einer Weile schloss ich Google. Hör auf damit, sagte ich mir. Wenn du weiter über alles, was mit Rang M zutun hat, nachdenkst, bekommst du wirklich mal eine geknallt. Das hörte sich für normale Menschen bestimmt total grausam an, und richtig: es war traurig, dass ich das nicht so empfand. Gott sei Dank wussten meine Eltern nichts.
Ich tippte auf WhatsApp und dann auf Sam, um eine Nachricht zu schreiben.


Was hat der Makoto-Typ gesagt? Hast du ihn schon gefragt?
Ach und morgen. Gut geschlafen?


Dann fügte ich einen Kuss-Smiley hinzu und schickte es ab.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 11:06 am

- CUT -

Das Flackern des Kaminfeuers erzeugte ziemlich viel Aufmerksamkeit, als ich Makoto's Büro betrat. Ich hatte ihn seit dem Vorfall am Strand nicht mehr gesehen. Stattdessen hatte ich mit Ida trainiert...ganze drei Wochen lang. Ob er wohl sauer war, dass ich mit Aki zusammen gewesen war?...vermutlich hatte ich das Gespräch deshalb solange aufgeschoben.

Doch nun war ich hier, es war dunkel und nur der Kamin strahlte Helligkeit aus. Makoto saß mit dem Rücken zu mir, schien mich jedoch schon bemerkt zu haben. "Ahh, ich habe dich schon erwartet...nana nicht fragen, ich hab meine Augen und Ohren halt überall.", er grinste und bot mir einen Platz auf dem Sofa an, auf dem er saß. Nachdem er mir heiße Schokolade eingegossen hatte, lehnte er sich zurück. "Der Geist hat keine Grenzen, aber unsere Körper sind das Limit. Nur durch einen gesunden Geist und einen gesunden Körper, erhalten wir eine gesunde Seele.". Rede er wieder solchen Schwachsinn?...Nein, ich hatte von Ida gelernt ihm zuzuhören, egal wie dumm seine Aussagen waren. Makoto war vlt ein sonderbarer Mann, doch in ihm steckte mehr Weisheit als in jedem Tori Mitglied zusammen. Nun...ich versuchte zumindest nicht lauthals zu lachen.

"Was ist der Grund deines Besuches?", fragte er schließlich. "Nun...Was sind die Gatherer? Was wollen sie?". Er applaudierte. "Du fängst an, die richtigen Fragen zu stellen, sehr gut." - er holte eine Pfeife heraus und stopfte Tabak hinein, ehe er es befeuerte und einen kräftigen Zug nahm. "Sie traten in der Antike zum ersten Mal auf. Die Strains töteten und vermehrten sich haufenweise. Durch jeden Menschen den sie töteten, folgten zehn neue Strains. Es war eine Plage. Es gibt eine Legende, dass damals ein Mann, einen Gatherer im Zweikampf tötete...ganz ohne eigene Waffe und sich seine so verdiente. Nach und nach, mit dem Wissen um die Waffen, wurden die Gatherer ausgelöscht...zumindest dachten wir das. Sie kehrten oft zurück...öfters als wir uns gewünscht hätten. Und jedes Mal, die selbe vorgehensweise. Sie kamen...sie töteten und verschwanden wieder. Doch eines blieb immer gleich...es verschwanden tausende Frauen und Mädchen ohne jeden Grund...und ohne das sie jemals wieder gefunden wurden." Er schaute mich interessiert an. "Das bestätigt deine Theorie richtig? Die Nori hat es herausgefunden hm?". Er war ganz gelassen darüber, weshalb ich nun meine Chance sah ihn näher zu befragen.

"Warum hassen sich Tori und Nori?"...Stille

Dann schallendes Gelächter. "Wir hassen uns nicht! Wir verabscheuen uns nur! Das ist etwas komplett anderes. Nun im Grunde hat es mit dem Weg zu tun, den wir wählen. Sie sind so verschieden, dass eine direkte Zusammenarbeit unmöglich ist...doch...". Er hob den Finger. "Mach dir darüber keine sorgen. Ich kenne Shiki von den Nori gut genug...wenn die Zeit gekommen ist...wird er auch sehen und frei sein. Und wir uns unseren Regeln beugen. Ein Geschenk des Lebens"

Ich wiederholte mich ungern...aber...SCHEISS METAPHERN!

Ich seufzte und nickte, mehr würde ich wohl nicht erfahren, weshalb ich aufstand und gehen wollte, doch ich spürte wie er sich umdrehte. "Die Gatherer planen etwas und nur sie wissen was es ist. Schon sehr bald wirst du eine wichtige Rolle in ihrem Netz spielen...", seine Augen funkelte ernst. Es war fast schon unheimlich, er war nie so...ernst. "Wie dem auch sein, ich wünsch dir eine gute Nacht!". Er kicherte und ich verdrehte die Augen...wieder ganz der Alte.


- CUT -


Ich schob das Thema auf bis zum Tag vor der A bzw M-Prüfung, es war sowieso beides das Gleiche, die Nori sagten M, die Tori A. Die letzten Wochen hatte ich mich zu Tode geackert, hatte kaum Zeit für Aki gefunden, da ich oftmals in der Tori Basis schlief und bis zu zwölfstunden Trainierte. Unmöglich sagt ihr? Nein...ich hatte mir in den Kopf gesetzt nie wieder gegen einen Gatherer zu verlieren...erniedrigt zu werden oder Aki in Gefahr zu bringen.

Mein Handy summte und ich lass ihre Nachricht. Sie fragte schon wieder danach...sie war echt hartnäckig. Ich wollte sie nicht beunruhigen...doch...ihr was vorzulügen war auch falsch.

"Nicht am Handy...wir treffen uns übermorgen im Osaka Einkaufzentrum ok? Hab nicht allzu viel Zeit im Moment. Pass auf dich auf."

Ich fügte ebenfalls einen Kuss-Smiley an und schickte die Nachricht los, ehe ich mich fertig machte. Meine Prüfung war einfach...ich würde meinen ersten Auftrag bekommen...und ich hatte nur einen Tag ihn aufmerksam zu planen. Vor gut einer Stunde hatte mich Makoto darüber informiert. Ich hockte über einer Karte und betrachtete das riesige Anwesen...

Mount Massive Asylum - die geschlossene Anstalt für schwerkriminelle. Inhaber war die Murkoff Foundation. Seit gestern gab es dort ein gigantisches schwarzes Leuchtfeuer, welches nur vor wenigen Stunden verschwunden war. Jemand musste hin und nachschauen was passiert war. Definitiv war mit Strains und Gatherer zu rechnen, obwohl bestätigt wurde, dass die gigantische Leuchtfeuer Quelle weitergezogen und außer Reichweite war. Es bestand also keine mehr Gefahr von einem besonders mächtigen Gatherer attackiert zu werden. Meine Aufgabe war einfach...herausfinden was dort passiert war. Makoto hielt es für möglich, dass es dort auch Nori geben könnte, wegen der erhöhten Strains anzahl, und wies mich an, sie in Ruhe zu lassen und mich nur auf meine nachforschungen zu konzentrieren.

Viele Stunden bis zur Bettruhe studierte ich die Baupläne und die Umgebung. Es lag außerhalb der Stadt, weshalb ich dort wohl kaum auf Menschen stoßen würde, die nicht dort arbeiteten. Vermutlich...

Ich legte die Karte beiseite. Morgen war es soweit...und ich brauchte meinen Schlaf. Erschöpft, war ich kein Deut wert.

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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 12:04 pm

Endlich... Rang M. Ich war stolz auf mich, um ehrlich zu sein. Glücklich kochte ich Spagetti in meiner Wohnung. Gestern Abend hatte ich die Prüfung bestanden und angeblich würde ich nun Aufträge bekommen. Ehrlich gesagt war ich mir nicht sicher, ob mir das auf Dauer gefallen würde. Ich riskierte mein Leben für die Menschen.
Gerade als ich mir meine Spagetti auf ein Teller tat, klopfte es an meiner Tür. "Ist offen", rief ich nach draußen. Shiki konnte es nicht sein, der klopfte nicht, wenn er reinwollte.

Akaya trat ein und schloss die Tür hinter sich. Er hatte eine kleine Akte in der Hand, mit der er zu mir kam und sie mir in die Hände drückte. "Dein erster Auftrag. Ein Irrenhaus."
"Ein Horror-Spiel."
"Sogar in 4D", nickte Akaya, während ich die Akte öffnete und mich etwas hineinlas. Bestästigte, hunterprozentige Strainpräsenz auf fast 60%. Das war fucking hoch.
"Es sind viele," gab Akaya zu. "Einiges niederzumetzeln. Aber können zurzeit nur dich hinschicken. Ein oder zwei Gatherer sind es wahrscheinlich, also werden dir die Tori Gesellschaft leisten."
"Verstehe..", murmelte ich vor mich hin und hob meinen Blick wieder. "Was ist denn mit den anderen?"
"Dadurch, dass so viele Strains aktiv geworden sind, müssen alle von uns fast jeden zweiten Tag wohin."
Ah okay. Ja gut, die meisten hier waren noch Studenten. Sie brauchten Zeit für ihr normales Leben auch... Ich verstand das. Trotzdem hatte ich ein etwas ungutes Gefühl.
"Und du?"
"Ich hab Nachtschicht im Skin for Ice", antwortete er.
"Magst du Stripclubs denn?"
"Bitte halt die Klappe, Schneeflocke."
Ich schenkte ihm ein gemeines Lächeln, ehe ich die Akte auf den Esstisch legte und mir mit der Hand durch die Haare fuhr. "...Oi, Akaya-san."
"Was?" Akaya setzte sich an den Tisch. Anscheinend hatte er nichts anderes zu tun, aber ein wenig Gesellschaft schadete mir nicht.
"Wieso streiten sich Nori und Tori?", wollte ich wissen und nahm ebenfalls Platz. Mit der Gabel stocherte ich in den Spagetti herum. "Liegt es eher an den Anführern, oder an uns?"
"Das ist etwas, das du mit Shiki selbst besprechen solltest", meinte Akaya. "So viel ich von einem Tori schon gehört hab, mögen sie uns nicht, weil wir nach gewissen Traditionen handeln und angeblich 'den falschen Weg' gewählt haben."
Der falsche Weg... Das klang so komisch. Ich gab zwar zu, dass wir uns sehr unterschieden, aber war das nicht eine theoretisch gesehen falsche Anschuldigung? Es gab keinen falschen oder richtigen Weg. Jedes Individuum wählte einen anderen. 

Nachdem ich die Spagetti aufgegessen hatte, wusch ich den Teller ab und stellte Akaya noch ein Glas Wasser hin. Er nahm es wortlos an, trank es aus und stand dann von dem Stuhl auf. "Bevor ich es vergesse..." Er steckte seine Hände in seine Hosentaschen und sah mich genauso ernst wie immer an. "Wenn du auf einen Tori triffst, sieh zu, dass er am Leben bleibt."


- Cut. -


Ich war schon neugierig. Ich wusste zwar, dass es nicht gut war, in Shikis Büro aufzutauchen, aber ich wollte diese eine Frage von ihm beantwortet haben. Natürlich konnte ich nur gute Schlüsse ziehen, wenn ich auch Makoto's Sichtweise kannte, aber der war das letzte Mal von mir ... weggerannt. Vielleicht sollte ich einmal um eine Audienz bei ihm bitten und seine Insel aufsuchen? Nicht, dass keiner hier wüsste, wo die war...
Ich stand zirka fünf Minuten vor Shikis Bürotür, die Hand in der Luft. Ich wollte klopfen, traute mich aber nicht. Im Endeffekt seufzte ich nur zu mir selbst. Was für ein Feigling ich doch war.

"Akira, komm rein."

Omg, what the fuck! Ich erschrak so sehr, dass ich scharf nach Luft schnappte. Hatte er mich gehört? Und wieso wusste er eigentlich, wer ich war?
Beeindruckt öffnete ich die Tür und verbeugte mich gleich. "Entschuldigung, wenn ich störe, Sir... Aber ich wollte mit Ihnen sprechen."
"Dann schließ die Tür."
Erleichtert darüber, dass das geklappt hatte, machte ich die Tür zu und trat an Shikis Schreibtisch voran. Mehrere Akten und Ordner lagen nebeneinander um den teuren Laptop herum. Sein Katana war gegen den Tisch gelehnt und für ihn einfach und nah zu greifen. "Nun?"

Ich war etwas nervös und das sah er mir bestimmt an. Ich kam mir fast schon blöd vor, dass ich so eine Frage auf der Zunge hatte... Jetzt wünschte ich mir, ich wäre nicht hergekommen.
"Ich habe mich gefragt...", fing ich vorsichtig an, "warum das ... Verhältnis ..." - ja, Verhältnis war ein gutes Wort! - "Zwischen uns und den Tori so.. angespannt ist." Angespannt klang gut.
Leider konnte ich an Shikis gleichgültigen Gesichtsausdruck nicht erkennen, was er von meiner Wunderung hielt.
Nach einer Weile, in der er mich eindringlich angeschaut hatte, seufzte Shiki. Er lehnte sich zurück und verschränkte die Finger. "Dummer Welpe."

Ich zuckte zusammen.

Shiki fuhr fort: "Es gibt nichts Erwähnenswertes, das uns von Makoto's Tori trennt. Wir verfolgen in einer gewissen Weise dieselben Ziele. Trotzdem ist es uns auf lange Zeit hin unmöglich, zusammenzuarbeiten. Wir folgen Traditionen und ehren die, die über uns stehen. Mit unserer veränderten DNA sind wir tiergleich, mehr Tier als Mensch."

Ergab Sinn.

"Makoto und seine Tori leben nach den positiven Effekten ihrer DNA. Sie sind anders, finden es aber nicht schlimm. Sie pflegen eine sehr optimistische und familiäre Lebensweise, was die meisten von ihnen zu sehr glücklichen und liebevollen Kreaturen macht. Sie nutzen ihre DNA, um das Übel intelligent auszulöschen, durch die ihre DNA erst existent werden konnte."

Ergab auch Sinn.

"Das heißt nicht, dass wir es nicht tun. Doch man kann Stärke und Technik nicht in einem Menschen vereinen. Also spalteten wir uns. Dass sich meine Hunde je mit seinen Lämmchen streiten würden, war mir von Anfang an bewusst, doch ohne Disziplin würden sie sich auch nicht zurückhalten können." Er schloss kurz die Augen, nur um mich dann mit einem scharfen Blick anzusehen. "Du bist gefährlich, Akira. Ohne Disziplin würdest du dich in irgendeine Beute verbeißen und nicht loslassen. Du kannst nicht Strains und Gatherer gleichzeitig bekämpfen. Deshalb musst du denen geheim helfen, die sich darauf spezialisieren."

Ich blinzelte kurz. Wir waren seine Hunde..., aber wie es aussah, sah er uns auch als Verstärkung für die Tori. Als die, die den Dreck wegmachten. Das war doch irgendwo ungerecht, oder nicht? Aber natürlich war es richtig... Man konnte einen Menschen nicht Soldat und Kommandant gleichzeitig machen. Aber stellte sich Shiki auch unter Makoto? Es sah nicht danach aus. So trainiert wie er war und so intelligent wie er handelte... Er war bestimmt nicht schwächer als der andere Boss.

"Akira."
"...?" Seine raue Stimme holte mich aus meinen Gedanken zurück und ich sah ihn neugierig an.
"Wenn du einen Tori siehst, soll er für dich als Mensch gelten. Wenn du ihm keinen Schutz bietest oder ihn anbellst, verrätst du deine Position als Beschützer-Hündchen und wirst an die Leine genommen. Verstehst du?"
Harsch ausgedrückt und recht bedrohlich gesprochen, aber... ich kapierte es. Und ich zeigte das mit einem Nicken.
"Nun darfst du gehen."
"...danke, Sir." Ich wandte mich um - obwohl ich Shiki nur sehr ungern den Rücken zudrehte - und verschwand aus seinem Büro. Selbst als ich in meiner Wohnung ankam schlug mein Herz noch vor Nervosität. Das war eine fein säuberliche Erklärung gewesen... Objektiv. Überdacht. Was er wohl persönlich dachte?
Ich seufzte. Zu viele Fragen. Ich brauchte ein Glas Cola!


Am Abend machte ich mich fertig für den Auftrag. Ich mochte die Kleidung, die ich mir hinter den Rücken meiner Eltern besorgt hatte. Mit all meinen Unterlagen verließ ich das unterirdische Netz der Nori und machte mich auf den Weg. Ich fragte mich, welche Tori wohl dort sein würden.
Wenn sie wirklich die Kommandanten-Rolle in diesem Militär-Game hatten, wären wir zusammen mit ihnen einfach unschlagbar.
Wie traurig, dass sie uns nicht mochten.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 12:36 pm

Es war dunkel, es roch nach vergammelten Fleisch, Blut und Pisse...ein wirklich ekelerregender Geruch. Kein Wunder, dass ich mich beinahe übergeben hatte, als ich Mount Massive erreichte. Überall lagen Leichen...teils nur noch knochen, doch viele wurden einfach nur abgeschlachtet. Es waren definitiv Gatherer und Strains am Werk.

Ich ging, nicht durch die Nase atmend, die Straße zwischen den Leichen entlang. Was war hier passiert? Soviele Tote, wozu? Ich war eingehüllt in einen langen Mantel, der mich komplett bedeckte bis auf das Gesicht und die Haare. Ich zog ihn gerne an, denn es verschleierte meine Gestalt und hielt warm. Darunter trug ich meine übliche Kleidung, nur keine hohen Stiefel, sondern weiche Turnschuhe, mit denen man gut laufen konnte. Natürlich alles in schwarz gehalten.

Die Tür war geöffnet, wobei die diese einfach nur schräg und verbogen dahing...was auch immer hier am Werk war, es war kräftig gewesen. Die Lobby war verlassen, nur weitere Leichen, doch langsam gewöhnte ich mich an den Anblick. Wenn man sich nicht darauf konzentrierte, waren sie wie Puppen in einem Theater. Ich schloss die Augen...und spürte sofort zwei Leuchtfeuer. Eines schwarz und irgendwo unter uns, während direkt vor mir im nächste Raum etaws rötlich schimmerte. Eine Nori also?

Ich betrat geräuschlos den Raum, man hörte keine Schritte...diese Technik hatte ich von Ida, welcher sie wiederrum von Makoto geklaut hatte..."Trick 17 des Erschreckens." - hatte er mir gesagt. Im Grunde war es einfach, denn man unterdrückt einfach nur jedes Geräusch durch eine Blase am Fuß. Diese DNA war echt nützlich. Ich schlich mich also halbwegs heran und grinste als ich erkannte, wer von den Nori hier vor mir stand.

"Hey...schon was gefunden?", fragte ich und lächelte schief.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Mo Aug 10, 2015 12:48 pm

Ich stach das Viech ab. Etwas von seinem dunklen Blut klebte an meinen Handschuhen, doch ich war froh, als sein Fleisch auseinander glitt und sich teilte. Es war tot, da gab es nichts daran zu zweifeln...
Ein Seufzen entfloh meiner Kehle. Danach spürte ich eine Präsenz. Eher Menschlich, also kein Strain. War es ein Gatherer? Ich wandte mich um, in demselben Moment sprach Sams Stimme zu mir, und sie stand einfach gelassen da. Mein Herz blieb kurz stehen, danach schlug es wie wild weiter.
Ich atmete aus. "Du bist gemein, Sam..." Und wischte das Messer einem Bettlaken ab, der von einem ruinierten Bett runterhing. Danach sah ich mich um und nahm an, dass sie die einzige war. So ein Auftrag alleine und das mit Gatherer?
Wie ekelhaft. Aber hey, ich hatte meinen Tori gefunden. "Herzlichen Glückwunsch." Ich würde ihr jetzt an der Sohle hängen. Ich hatte schon mehrere Strains um die Ecke gebracht. Ob Sam Informationen über den Gatherer hatte? Ich war ihm noch nicht begegnet, und er hatte sich bis jetzt auch nicht gezeigt, egal wie viel seine Lakaien herumquietschten und schrien, wenn sie starben.

Meine Kleidung war dann doch ... ähnlich wie bei Shiki ausgefallen. Ich mochte sie allerdings. Schwarzer dünner Pullover unter einem Ledermantel, der sehr warm hielt. Die Handschuhe waren ein eng anliegender Stoff, die Hose sah unebquem aus, war sie aber nicht. Ich hatte dazu Stockings genommen, um meine Beine zu schützen und warm zu halten. Die Schuhe hatten auch einen Lauf-Test bestanden und ich hatte auch dafür gesorgt, dass die Sohle dick und elastisch war. Schließlich war ich Joggerin und wusste, in welchen Schuhen ich gut laufen konnte.


Nochmal das Bild mit der Kleidung:
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