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 Lost in Blood - Die Story

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DarkInnocence

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BeitragThema: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 2:39 pm

{ Lost in Blood }

"Sam", sagte ich zu der Person hinter mir, die immer noch Kleidung anschaute, und beugte mich zu einem kleinen Schrank voller Ringe runter. Als ich jenes tat, baumelte die Hundemarke um meinen Hals in der Luft. "Schau mal. Die sind wunderschön." In meiner ruhigen Stimme schwang ein russischer Akzent mit. Schon seit meinem zehnten Lebensjahr wohnte ich jetzt in Japan, präziser: Osaka. Eine wunderschöne, teure Stadt direkt am Meer.

Ich streckte meine Hand aus und nahm ein kleines Pappteil vom Hacken, um mir die drei Ringe drauf besser ansehen zu können. Sie waren mir irgendwie sofort ins Auge gesprungen. Eine silberne Legierung, auf dem ersten Ring (Daumen) ein rot leuchtender Stein, auf dem zweiten (Mittelfinger) zwei, und auf dem dritten (Ringfinger) ein silbernes Kreuz mit roten Steinchen besetzt. Ich mochte den Designer jetzt schon...
Trotzdem, irgendwas war komisch. Die Legierung schimmerte und die Steinchen glänzten zu viel. Ich hauchte die Ringe an; mein Atem beschlug die Steinchen, doch der Beschlag verschwand sofort wieder.
Huh? Eigentlich machten das nur echte Diamanten und so.
Ich drehte das Pappteil um und sah auf den Preis: 300 Yen. Das war eigentlich voll in Ordnung.
Ja, sie gefielen mir. Ich wollte sie unbedingt haben!

Mein Blick glitt hinüber zu Sam. Samantha SpanischerNamen. Ich konnte mir ihren Nachnamen nicht merken, noch weniger versuchte ich auch mich zu erinnern, wie man ihn schrieb. Spanisch war komisch, ich hatte eher Gefühle für Englisch und Französisch und unsere Dreiecksbeziehung lief gut.
Ich war eigentlich erst seit zwei Wochen mit Sam befreundet. Seit das zweite Semester angefangen hatte. Irgendwie hatten wir etwas gemeinsam, aber irgendwie auch nicht. Es war schon komisch.
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Mikuri
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 2:59 pm

"Hö?", ich blickte auf, als jemand meinen Namen aussprach. Ich war ganz vertief gewesen, einige Dessous auf Herz und Niere zu prüfen, dass ich gar nicht gemerkt hatte, wie sich Aki einfach zu einem Schmuckschrank begeben hatte. "Mierda...die hässlichen Dinger da findest du gut?", fragte ich unüberzeug, beugte mich über ihre Schulter - auf Zehenspitzen stehend - und schaute mir an, was sie meinte. Ich konnte mit Ringen wirklich gar nichts anfangen, allgemein truck ich keinen Schmuck, außer Armbänder oder Manchetten. Mir fiel nichtmal auf wie ich auf Spanisch geflucht hatte. Ja, ich kam aus Spanien und nein ich beleidigte nicht ausversehen. Es war nur recht praktisch, dass niemand verstand was ich sagte.

"Aber hier...schau mal!", triumphierend hielt ich ihr meinen linken Arm unter die Nase, an der sanft umschlungen eine schwarze Manchette mit mehreren Verschlüssen und einem blauen Anhänger tronte. "Das hab ich vorhin am Eingang gefunden? Ist es nicht super schön?", fragte ich und nahm die Hand wieder weg, sah es aber immer noch bewundernd an. Ich war froh mit Aki befreundet zu sein...irgendwie...denn alleine shoppen zu gehen hatte auf Dauer einfach keinen Spaß gemacht und ihre Meinung zu Dingen war mir "relativ" wichtig. Normal gab ich einen Dreck darauf was andere dachten...aber bei ihr war es verwirrend anders. Dabei kannte ich sie erst seit 2 Wochen so richtig.

Magenknurren.

"Wollen wir was essen gehen? Ich verhungere schon den halben Tag...", ächzte ich verzweifelnd und ließ die Schultern sinken. Ich mochte es nicht wirklich zu kochen, der Aufwand war mir zu groß, da kam mir fastfood ganz recht. "Also was darfs sein, liebes? Pizza oder chinesisch?", fragte ich und stempte grinsend die Hände in die Hüfte.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 3:08 pm

"Hm." Stumm lehnte ich mich auf und starrte die tollen Ringe nieder. Sie fand sie hässlich? Ich suchte nach jeglicher Kleinigkeit, die mir selbst nicht gefallen würde, aber ich fand nichts. Unsere Geschmäcker waren unterschiedlich.

Ich sah auf, als sie mir ihren Arm vorhielt. Darauf weilt ein Armband-ähnliches Ding. Manchette oder wie die das da nannten. "Ist es denn teuer? Ich finde, die Farbe passt gut zu deinem Hautton," beurteilte ich objektiv. Meine Stimme war im Gegensatz zu Sams ziemlich leise, manche Leute hörten mich manchmal gar nicht, wenn ich was sagte. Wenn ich denn was sagte. Ich war eine recht leise Person.
"Trotzdem ist es recht lang. Es könnte dich stören. Wenn du es haben willst, kauf es dir," beendete ich meine ehrlich Antwort auf ihre Frage. Manche Leute fühlten sich in meiner Gegenwart nicht wohl, mochten meine Art nicht oder fühlten sich beleidigt bei dem, was ich manchmal sagte. Andere hatten mir auch schon gesagt, sie könnten mit mir nichts anfange. Das war okay, denn solche Leute interessierten mich nicht. Nur Sam interessierte mich, denn sie blieb an meiner Seite.

"Hast du denn eigentlich auch etwas zum Anziehen gefunden?", wollte ich dann wissen, ließ die Ringe in meiner Hand. Ich würde sie kaufen, das beschloss ich jetzt so.
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Mikuri
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 3:17 pm

"Hmpf...zulang find ich es nicht...nur das blau stört mich leicht...immerhin ist es ein dunk-...", ich stockte und schaute meine Freundin an. Sie hatte wohl entschlossen die Ringe zu kaufen, doch deshalb hatte ich nicht aufgehört zu reden. Vielmehr merkte ich selbst wie weit ich abschweifte, aber manchmal hatte ich das Gefühl sie hörte nicht richtig zu, obwohl sie es doch tat...ach verflucht es ist verwirrend.

"Nee, zum Anziehen hab ich nix gefunden, vermutlich auch besser so, das Armband kostet schon ein kleines Vermögen!", meinte ich.

Das Preisschild baumelte daran herum und man erkannte schnell, das ich einfach nur zur maßlosen Übertreibung neigte.

Ich griff nach ihrer freien Hand und zog sie zur Kasse. Doch bevor Sie zahlen konnte, grinste ich nur, legte das Armband neben ihre Ringe und gab dem Verkäufer meine Karte. "Guck nicht so doof...ich hab halt heute nen guten Tag.", meinte ich Achselzuckend, nahm Karte und Bon entgegen, und schob Aki vor mich her, bis zur Tür hinaus. Sie sollte sich bloß nichts auf meine Freundlichkeit einbilden...
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 3:30 pm

Ich kriegte mit, dass Sam aufhörte zu reden, betrachtete allerdings die Objekte meiner Neugierde und nahm an, dass ihr was eingefallen war oder dass sie einfach nicht weiterreden wollte. Ich würde sie nicht zwingen, mir etwas zu erzählen. Trotzdem mochte ich ihr Plappermaul, besonders weil ich nicht viel von mir gab.

"..." Sam zog mich zur Kassa und kam mir zuvor, als ich bezahlen wollte. Mit ihrer Karte nahm sie alles auf sich und schob mich dann aus dem Laden. Ich machte keine Anstalten mich gegen irgendetwas von dem ganzen zu wehren, sah sie dabei nur mit meinen leeren Augen an. "Wenn du das sagst." War meine Antwort zu ihrem letzten Satz. Ich nahm ernst, was sie sagte, und ich würde ihr nicht widersprechen, wenn sie von sich selbst redete. Das würde Blödsinn sein. Und wenn sie etwas tun wollte, dann sollte sie es tun, wer war ich schon, dass ich ihr dreinredete? Außerdem war es nichts Gefährliches, was sie tat, also war es vollkommen in Ordnung.

"Du siehst trotzdem so aus, als ob du was zu trinken bräuchtest," murmelte ich vorm Laden, während ich die Ringe in meine Tasche schob und mit gemütlichen Schritten anfing, mit ihr durch den Korridor vom Einkaufszentrum zu gehen.
Im zweiten Stock gab es ein Restaurant und daneben eine kleine Bar. Wir shoppten schon seit drei Stunden und als ich einen Blick aus den hohen Fenstern warf, war es schon recht dunkelblau draußen.
Meine Augen wanderten wieder zu Sam und erwarteten eine Antwort. Ich sprach vielleicht nicht viel, aber sie gehört zu den wenigen Menschen, die mich trotzdem verstanden und zwischen den Zeilen lesen konnte.

Und nein, ich verehrte sie nicht deswegen.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 3:39 pm

Ihre Beobachtung drang an mein Ohr. Ja, ein Ohr, denn das Andere wurde permanent mit Musik beschallt. Zumindest solange, wie der Akku meines Handys noch halten würde. Ungeniert holte ich einen Zahnstocher aus einer Seitentasche und steckte ihn mir zu einem viertel in dem Mund. Es war ein Tick den ich schon ewig hatte und irgendwie gab es mir ein wenig Sicherheit. Ich hatte sogar gelernt so zu reden, ohne das es komisch verzerrt oder künstlich war. Ich seufzte, sie hatte mir wirklich nicht zugehört vorhin.

"Du kannst Gedanken lesen was?", grinste ich und tätschelte ihr sanftmütig auf den Kopf. Es fiel mir nicht wirklich schwer, immerhin war ich die Größere von uns Beiden. Zugeben auch nur ein paar Zentimeter...

Statt direkt ins Restaurant zu stürzen, wies ich Aki in die Bar und bestellt zwei Kurze für uns. Ich wusste noch nicht was sie von Alkohol hielt, aber ich hatte das Gefühl, sie brauchte etwas auflockerung, um aus dieser verkrampften Haltung herauszukommen. "Einfach in einem Zug leeren!", grinste ich sie hämisch an, nahm den Zahnstocher aus dem Mund und trank das kleine Glas auf Ex. "Na komm, trau dich!", grinste ich noch breiter und schaute ihr Erwartungsvoll zu.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 3:45 pm

Ich blinzelte kurz, als Sam mir auf den Kopf tätschelte, doch ließ sie mich dann zur Bar zerren. Ich setzte mich neben sie, zog meine Tasche auf meinen Schoß und sie bestellte für uns beide. Mir wurde ein Glas hingestellt, für das ich mich leise bedankte, aber der Typ hörte es nicht und ging einfach an mir vorbei.

Schulterzuck.

Ich sah Sam dabei zu, wie sie das Glas auf einmal austrank, danach sank mein Blick hinunter zu meinem vollen. Sie redete mir von der Seite zu. Nun, wenn sie mir das gab, war es ja auch nichts Gefährliches, richtig? Ich und Alkohol hatten eine komische On- und Off-Beziehung. Ein Glas war okay und es war sogar noch von Sam, also war es doppelt okay.
Ich hob das Glas hoch und roch nicht einmal daran, ehe ich es an meine Lippen lehnte und die Flüssigkeit runterkippte. Das Glas wieder hinstellend, hustete ich etwas und schluckte mit meinem eigenen Speichel nach. Es schmeckte irgendwie komisch.


"Das schmeckt komisch." Sagte ich ihr auch gleich ins Gesicht. Das war meine Art.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 4:09 pm

Ich legte den Kopf schief und grinste auf ihre Bemerkung hin. "Das soll ja auch komisch schmecken. Wenn du zuviel davon trinkst, kann dir schlecht werden..." Zugleich hob ich jedoch beschlichtigend die Hand. "Aber hey in paar Minuten wirst du dich sicher sofort besser fühlen...". Abermals grinste ich schief und bestellte nochmals zwei Kurze, mehr würde ich ihr jedoch nicht aufzwingen. Ich wollte sie locker und nicht betrunken machen. Als auch dieses Glas leer war, zahlte ich und bedanke mich kurz bei dem Wirt legte einen Arm um Aki's Rücken und führte sie nach draußen. "Und nun eine schöne krosse Piz...Hey!"

Ich schnaufte und hielt mir etwas die Schulter, nachdem ein kleiner gnomartiger Junge mich angerempelt hatte. "Kannst du nicht aufpassen, wo du hinläufst?", fragte ich beiläufig, gar nicht groß verärgert. Man konnte mich reizen, doch wirklich wütent sah man mich sogut wie nie. Der Junge schaute mich kurz verwirrt an, setzte dann aber ein Lächeln auf. "Oh tut mir leid...ich habe euch gar nicht gesehen. Darf ich euch vielleicht als Entschuldigung zu einem Eis einladen?", fragte er höflich und mit freundlicher Stimme. Meine Ärger löste sich auf, ich seufzte und schaute Aki an. Es sollte ihr zu verstehen geben, dass sie die Entscheidung treffen sollte.

Junge:
 
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 4:15 pm

Wie, er hatte uns nicht gesehen? War er in Gedanken gewesen? Das kam mir komisch vor.
Ich starrte auf zu dem Jungen, aber nur kurz, ehe ich eine Hand hob und sanft über Sam's Schulter strich, als ob es irgendetwas bringen würde. Danach nahm ich die Hand wieder runter.
Der Typ entschuldigte sich und bot ein Eis an. "Das hört sich an, als würdest du uns eine Falle stellen. Die ist sehr schlecht gemacht", haute ich ihm ruhig vor die Nase, ohne wütende oder genervt dabei auszusehen. Sah ich je groß anders aus als unbeteiligt und gelangweilt?

Nun, im Endeffekt hing es doch an mir. Ich sah von dem Jungen zu Sam, bevor ich mit den Schultern zuckte. "Nur, wenn ich Schokostreusel draufkriege", entschied ich nach einer kleinen Weile.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 4:22 pm

Der Junge zuckte merklich zusammen, als Aki ihm vorwarf eine Falle zu stellen und ich konnte mich kaum zurückhalten sofort laut loszulachen. Sie hatte eine schrecklich ehrliche Art, aber genau das liebte ich so sehr an ihr, denn darin waren wir uns sehr ähnlich. Ich hatte genauso wenig Probleme frei heraus zu sagen was ich dachte. Der Junge schien erleichtert, als Aki dann doch einschlug.

"Natürlich! Ich kenn den besten Eisladen der Stadt, der ist hier gleich um der Ecke. Kommt!", lachte er, drehte und wartete, dass wir ihm folgen würde.

Ich tippte meiner Freundin auf die Schulter und schob sie etwas an, bis sie sich in Bewegung setzte. Meine Miene war toternst. "Der Typ ist ne Bohnenstange, aber gerissen. Wir passen besser etwas auf, richtig?", flüsterte ich geschwisterlich und kicherte etwas. Ich nahm sie vollkommen ernst, doch irgendwie wollte ich diese "Falle" auch zuschnappen lassen, einfach um zu sehen was passieren würde. War ja nicht so, dass Mädchen sich nicht zu wehren wussten.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 4:26 pm

"Mir ist egal, was er ist, ich mag ihn nicht", antwortete ich. Ich gab ihr natürlich Recht, dass wir aufpassen mussten. Besonders, weil er uns jetzt aus dem Einkaufszentrum rausschnummeln wollte. Also die Kinder in der Nachbarschaft hatten bessere Fallen drauf.

Nun, wir würden ja sehen, was er vorhatte. Er war ein ganz normaler Typ und sah auch nicht besonders stark aus. Ich zweifelte nicht daran, dass Sam ihn vermöbeln würde, wenn er etwas versuchte.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    Sa Aug 08, 2015 4:36 pm

Wir folgten dem Jungen also, hinaus in die Stadt. Die kühle Luft tat gut, jetzt nachdem wir drei Stunden in einem stickigen Kaufhaus verbracht hatten. Abermals nahm ich den Zahnstocher hervor und legte ihn auf meine Lippen. Beste Eiscafe der Stadt? Wo das wohl sein könnte?

Der Gnom ging die Straße entlang zu einer Gasse. "Genau hier! Ist nicht besonders ansehlich, aber es schmeckt!", tatsächlich befand sich dort eine Eisdiele, doch irgendwie war etwas faul. Es klingelte als die Tür geöffnet wurde und etwas zögerlich betrat ich mit Aki den Raum. Alles wirkte gerade erst gereinigt, dennoch sah mein geschulter Blick viel Staub unter den Tischen und in den Ecken. Am Tresen statt ein breitschultriger Mann, vlt auch Junge...doch er sah ziemlich furchteinflößend aus.

Nicht für mich...damit das jedem hier klar ist.

Dennoch ahnte ich nichts gutes, als sich die Bohnenstange hinter uns schob und so theoretisch den Fluchtweg versperrte. Es war ungewöhnlich kalt hier...und ich hatte das Gefühl nicht hier sein zu sollen.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 12:45 am

Ich sah mich in dem kühlen Raum um und verspürte ein unangenehmes Kribbeln im Bauch. Mein Herz schlug schneller gegen meine Brust, mein Hals wurde irgendwie trocken. Die Luft, die ich durch die Nase einatmete, war stickiger als die von draußen. Grade, dass hier Licht brannte... Diese Eisdiele erinnerte mich eher an ein Lost Place, und die Tatsache, dass uns jemand hier hergeführt hatte, macht die Situation beschissen.

Nun stellte sich die Grinsekatze auch noch hinter uns. Ich blieb stehen, mitten im Raum, so ziemlich mittig zwischen dem Tresen und der Tür - zwischen der Grinsekatze und dem anderen Jungen, sodass mich Sam nicht weiterführen konnte. Wortlos starrte ich den unbekannten blonden Jungen vor uns an, danach drehte ich den Kopf und warf dem Violetthaarigen einen Blick mit meinen gelangweilten, leeren Augen zu. Einfach so und ohne große andere Bewegungen.

Jener blonde Junge am Tresen hatte seine starken Arme verschränkt. Er schaffte locker eine Größe von 1,90m und schien entweder trainiert zu haben oder nun zu trainieren. Sein Blick war weder sanft noch kühl, eher streng. Er besah uns beide mit diesen Augen, die nichts sagten aber doch eine Nachricht enthielten. Ich spürte seine Augen in meinem Rücken, während ich die Grinsekatze anstarrte. Was ging hier ab?
"Ich will nach Hause. Ich muss noch mit meinem Hund joggen gehen."


Blondie:
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 1:00 am

Die Situation war durchaus bedrohlich und ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, das Bohnenstange noch einen viel breiteren Kollegen hatte. Mit Bohnenstange würde ich sicher fertig werden, aber der durchtrainierte Typ war mir unheimlich.

"Tja, ihr habt sie gehört. Wir müssen das Eis wohl auf ein anderes Mal verschieben.", grinste ich, schaute den Dünneren jedoch ernst an, als dieser ebenfalls zu grinsen begann.

"Ich bestehe drauf, dass ihr bleibt. Es wäre doch unhöflich seine Gastgeber stehen zu lassen, nicht war Tetuso?". Der Junge hinter dem Tresen schien weder zu nicken, noch was zu sagen, was den Dünneren wohl seufzen ließ. Ich scannte unterdessen die Umgebung. Es gab nur einen Ausgang und eine Tür die vielleicht zu einem Hinterzimmer führte. Die Flucht bestand also allein darin durch die Tür abzuhauen.

Ich erschrack etwas, als der Violetthaarige plötzlich direkt vor mir stand, so dass ich seinen Atem auf meinem Kopf spürte. Beinahe Mühelos hob er mich, fest an der Kehle zugepackt, in die Luft. "Wo sind meine Manieren, ich habe mich ja gar nicht vorgestellt. Gekkou mein Name, merk ihn dir gut, wenn du erst einmal im Jenseits bist.", er lächte vergnügt, ließ mich aber plötzlich los, als ein stechender Schmerz ihn auf die Knie zwangen. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, das ein Mädchen ihm kräftig in die Eier treten konnte, und genau das hatte ich getan. Er stöhnte etwas, doch ich hatte bereits Aki gepackt und nachdraußen gezerrt, während wütente Fluche und Schritte uns folgten.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 1:20 am

Ich gab ein kleines ersticktes Geräusch von mir, als die Grinsekatze Sam plötzlich beim Hals hochhob. "Oi!", murmelte ich überrascht, hob meine Hände etwas. Ich mochte schnelle Bewegungen nicht.
Sam trat diesem Gekkou in die Eier und er ließ sie los. Danach packte sie mich bei der Hand und schleifte mich schnell durch die einzige andere Tür des Ladens. Ich lief ihr nach und versuchte mit ihr mitzuhalten. Meine Ausdauer war perfekt, aber ich war keine schnelle Läuferin. Da Sam mich aber eh an der Hand hielt, zerrte sie mich sowieso mit derselben Geschwindigkeit mit.

Ich glaubte nicht daran, dass uns dieser Weg wohin brachte. Ich glaubte, dass ein Fenster einschlagen schon viel effektiver wäre. Was, wenn wir blind in den Keller rannten?

Ich warf einen Blick über meine Schulter und mein Herz setzte aus. Eine große, starke Hand griff nach mir, packte mich beim Oberarm und zerrte mich zurück - entgegen Sams Laufen.

"Sam!"

Meine Hand rutschte aus Sams, einfach sogar, denn der Blonde blieb einfach stehen und arbeitete so gegen meine gegenwärtige Physik. Ich schwang nach vorne, doch dann taumelte ich rückwärts gegen seine starke Brust. Ich erhaschte einen Blick auf die Grinsekatze, welche breit lächelnd noch weiter Sam hinterherjagte.
Der Blonde schien mich kurz zu ignorieren, oder extrem sicher, dass ich nicht wegkommen konnte, denn er ergriff eine Kiste aus dem Regal hinter uns und warf sie zielsicher nach vorne. Die Kiste erreichte den Boden direkt vor Sam's Füße, würde sie wahrscheinlich zu Fall bringen.

Ein Adrenalinstoß durchfurh meine Venen. Ich wandte mich zur Seite und hob eine Hand, ehe ich ausholte. Meine Fingernägel kamen ohne große Hindernisse gegen die Wange des Blonden; dieser drehte den Kopf etwas zur Seite wegen dem Zusammenstoß mit meinen Fingern, doch schien unberührt. Rote Streifen befanden sich nun auf seiner Wange und einzelne kleine rote Punkte bildeten sich - Blut.
Auch, wenn der Junge kein Stück seine Miene verzog, schien es ihm gar nicht zu gefallen. Er zog mich rückwärts und rammte mich gegen das Regal. Ich gab ein kleines schmerzerfülltes Stöhnen von mir, als meine Wirbelsäule die harte Stahlstange traf. Er handelte recht überlegt...
Aus Reflex ignorierte ich die Schmerzen allerdings kurz und griff mit meiner freien Hand in meine Tasche. Ich zog ein Taschenmesser heraus, ließ es hinausschnappen und rammte es dem Blonden in den Unterarm hinein. Seine Hand verlor jegliche Kraft, ich riss mich los und trat rückwärts, sah mich sofort nach Sam um. Wo war sie? Wie ging es ihr? Was war mit der Grinsekatze?
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 1:36 am

Als Akis Hand mir urplötzlich entrissen wurde, ging alles so schnell. Ich wollte stehen bleiben und ihr helfen, doch ich hatte eine ordentliche Geschwindigkeit drauf. Noch ehe ich abbremsen konnte, hörte ich etwas knacken, ehe mein Fuß durch irgendwas weggezogen wurde und ich den Gang entlang burzelte. Ich stöhnte vor Schmerz, als ich auf dem Rücken liegen blieb und hielt mir den Fuß. Er tat höllisch weh, doch ein kurzer Bewegungscheck verriet mir, dass er nicht gebrochen war.

Noch bevor ich auch nur aufstehen konnte, war Bohnenstange bei mir, warf sich fast auf mich und hielt meine Arme weit ausgestreckt. "Nanana, wir wollen doch nicht abhauen was?" Er gab mir eine ordentliche Schelle ins Gesicht, sodass mir total schwummerig wurde. Die nächste traf mich und ich sah schon fast schwarz, konnte nur noch das wilde Grinsen in den Augen des Jungen erkennen.

Doch plötzlich ließ er von mir ab...schaute nur verärgert in die Richtung von wo wir kamen...und war plötzlich verschwunden. Die Wagen blutverschmiert und mit verstauchten Knöchel, konnte ich mich kaum bewegen und hielt mir den Kopf vor Schmerzen, doch ließ ich außer ein Stöhnen mir nichts anmerken. Wer waren diese Kerle? Und was noch wichtiger ist, warum verschwanden sie auf einmal, jetzt wo sie uns hatten? Und...AKI!

Letzteres gab mir die Kraft mich wieder auf die Beine zu schwingen. Humpelnd lief ich den Gang zurück, nur um ihr direkt in die Arme zufallen. Kraftlos klammerte ich mich an ihren Körper und erschlaffte. "Dir geht es gut...ein Glück...", flüsterte ich gar nicht mehr so stark klingend, kippte zur Seite und ergab mich der Benommenheit.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 2:13 am

"Sam, Sam, Sam..." Murmelte ich immer wieder, als ich sie sah. Ich streckte die Arme aus, fing sie auf und sank zu meinen Knien, war ich nicht sonderlich stark - zu schwach, um sie mit dem Schwung zu halten. Das Messer traf mit einem klirrenden Geräusch auf den Boden. Ich sah über meine Schulter - die Jungen waren weg. Ohne weitere Gedanken drückte ich meine Freundin gegen meine Brust und sah ihr zu, wie sie leise das Bewusstsein verlor.

- Cut. -

Draußen war es schon stockdunkel. Sam lag auf meinem Bett, das Gesicht gesäubert und ihr Knöchel mit Salbe versorgt und mit einer Bandage verbunden. Meine Nachttischlampe erhellte das Zimmer mit einem hellen aber gemütlichen Blau. Ich saß gegen das Bett gelehnt, trug mein schwarzes Nachthemd und war barfuß. Neben mir lag ein Golden Retriever und schlief gemütlich mit dem Kopf auf meinem Oberschenkel. Sams Sachen lagen auf meinem Schreibtisch, ihre Jacke auf ihrer Tasche. Ich hatte ihr die Hose auch ausgezogen und sie dann zugedeckt.
In meine Hand weilte das Pappteil, das die Ringe festhielt, die ich mir gekauft hatte. Ich starrte die schon seit einer Weile an, fühlte mich dabei irgendwie komisch. So ein Vorfall wie heute war gar nicht in Ordnung gewesen, viel zu geplant. Diese Typen waren doch nicht normal gewesen. Wer oder was waren sie?

Ich riss die Pappe auseinander und steckte die Ringe an meine Finger. Dann hob ich die rechte Hand und betrachtete sie. Komisch... so komisch. So abnormal. So rausstechend. Ich war keiner, der an Geister oder so glaubte, aber ich hätte nichts dagegen, wenn wenigstens irgendeine Erklärung für unsere jetzige Situation da wäre.

Ich legte meine linke Hand auf den Kopf meines Hundes. Mit Andrej fühlte ich mich wenigstens sicher...
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 2:23 am

Stöhnend kam ich wieder zu bewusstsein. Es war als ob man aus einem langen Schlaf wieder aufwachte, ich fühlte mich total benebelt und konnte mich noch keinen deut rühren. Verschwommen nahm ich meine Umgebung war und mit jeder weiteren Sekunde konnte ich mich mehr bewegen, bis ich Akis Gesicht erleichtert erblickte.

"Hey...ist das dein Zimmer? Könnte sicher etwas mehr Schwarz vertragen.", ich kicherte hustend, es war natürlich nur ein kleiner Spaß, um die Stimmung zu lockern. "Geht es dir gut? Wenn nicht, können sich diese Mistkerle beim nächsten Mal warm anziehen!". Der Ernst meiner Stimme war nicht anzuzweifeln. Ich meinte es bitterernst, auch wenn mein Menschenverstand mir vermutlich einfach davon abraten würde, wenn es wieder dazu käme. Ich war vielleicht etwas leichtsinnig, aber sicher nicht dumm.

Ich lächelte Aki freundlich an und fasste mir an die Wange, ich spürte eine kleine Strähne, doch wirklich viel schien mir der Junge nicht zugefügt zu haben, abgesehen von dem Fuß. Ich bemerkte wie dieser schön Kühl und angenehm ruhig war. Er pochte kaum. "Danke, Aki.", murmelte ich etwas abwesend. Ich wusste es zu schätzen, mochte aber nicht so hilflos auf andere angewiesen zu sein.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 2:33 am

"Hi," war meine Antwort. Ich drehte den Kopf, um Sam zu beobachten. "Meine Wirbelsäule hat was abgekriegt", erklärte ich dann knapp und einfach, ehe ich aufstand und zu meinem Schreibtisch ging. Andrej wachte auf und sah mir zu, wie ich den Krug neben meinem Laptop hochhob und ein Glas daneben füllte. Danach brachte ich es zu Sam, ehe ich mich wortlos neben sie aufs Bett setzte. Das etwas dickflüssig-aussehende Getränk roch nach Erdbeeren und sah auch rosa-rot aus. Es war ein Protein-Shake - damit würde sie ganz schnell wieder auf die Beine kommen.

Mein Zimmer hatte keinerlei Poster. Meine Wände waren zur Hälfte in einem dunklen Lila gestrichen, die obere Hälfte und die Decke waren weiß. Über meinem Bett hing ein Bilderrahmen mit einem echten toten Skorpion darin. Neben meiner Tür, die mit ihrem hellen Holz gut zum Parkettboden passte, war ein Portrait von mir und mehreren anderen Jugendlichen angebracht. Ich lächelte auf dem Bild nicht, allerdings sahen alle anderen fröhlich aus und einer hielt einen Pokal hoch. Unter dem Photo standen die Zahlen 2015. Fünf Jahre also war das schon her. Da hatte ich noch Haare, die bis zum Rücken reichten.


"Das Bett gehört dir, ich schlaf auf'm Teppich mit Andrej", informierte ich Sam dann und ließ ihr keine Wahl.
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Mikuri
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 2:47 am

Leichte Wut keimte in mir auf als sie ihre Wirbelsäule erwähnte, doch ihr schien es nicht sonderlich schlechter zu gehen, weshalb ich mich auch beruhigte. Dankbar nahm ich das Glas mit dem roten misch-masch Hexengebräu entgegen und leerte es zügig. Erdbeere schön und gut, dennoch wollte ich mich deswegen übergeben, tat es jedoch nicht.

"Ey, ich beiße nicht, Aki. Du kannst ruhig auch hier schlafen, ich rutsch etwas.", kicherte ich, ruschte zur Seite - so dass mein Bein nicht belastet wurde und kloppte demonstrativ auf die Matraze. "Außerdem ist es so doch viel gemütlicher oder etwas nicht?", ich grinste schief und hielt die Decke nach oben, als Zeichen, dass sie drunter schlüpfen sollte. Ein Blick aus dem Fenster hatte mir genügt um zu sehen, dass es bereits dunkel geworden war. Wieviele Stunden ich wohl bewusstlos war? Sicher nicht allzu lange, denn es hatte schon gedämmert als wir das Einkaufszentrum verlassen hatten.

Bei Gelegenheit sah ich mich gleich in ihrem Zimmer um, es hatte einen schönen Flare, vorallem der Skorpion gefiel mir total. Ihr Hund schien nichts dagegen zu haben, dass ich hier war, aber es wurde nach 2 Wochen ja auch mal Zeit. "Haben deine Eltern was gesagt?", fragte ich schließlich neugierig und musterte Aki.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 9:05 am

Wortlos schlüpfte ich mit den Beinen unter die Decke. Wenn es ihr nichts ausmachte, war es wohl in Ordnung, ihr etwas Platz wegzunehmen.

"Nein, die kommen morgen in der Früh erst heim", sagte ich und rollte mich auf die Seite, starrte Sam an. Man hörte kurz wie Andrej mit seinem Schweif gegen den Teppich haute, doch dann verstummte es und er schien sich wieder hinzulegen.


- Cut. -


In der Früh weckte mich etwas Weiches, Nasses auf... Ich brauchte eine Weile, bis ich realisiert, dass es Andrej's Zunge war, die mir über die Wange schleckte. Benommen öffnete ich die Augen und drehte meinen Kopf, war ich mit dem Rücken nämlich an der Bettkante, wo er stand. "Hm?" Ich hatte meine Arme um Sam's rechten Arm geschlungen.
Es fühlte sich so an, als wäre es extrem früh, wobei sich das durch die offen gelassenen Vorhänge bestätigte: draußen war der Himmel blau und mit gelblichen Ästen durchzogen. Die Sonne war gerade am Aufgehen.
Andrej bellte. Ich zog meine Augenbrauen hoch und wollte gerade aufstehen, als eine Stimme erklang und mich zu Tode erschreckte.

"Wie süß die beiden doch sind. Schade, dass ihr nicht nackt seid, wäre bestimmt ein besseres Photo geworden."

So heftig war ich in meinem Leben schon lange nicht mehr zusammengezuckt. Ich fühlte mich schwer und konnte davon ausgehen, dass ich auf gar keinen Fall ausgeschlafen war. Langsam setzte ich mich auf, ließ meine Arme von Sam weggleiten und sah zu meiner Rechten. Zwei Jungs standen dort. Derjenige, der wohl gesprochen hatte, hatte ein iPhone in der Hand und sah sich etwas darauf an, womöglich das Bild. Über seinem rechten Auge befand sich eine Augenklappe.
"Das ist unhöflich."


Junge:
Spoiler:
 
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 9:24 am

"Mei, Akaya, sie hat völlig recht, man macht keine Fotos von schlafenen Mädchen! Gib das her! Ich werde es konfestieren...", erklärte eine Stimme, als ich langsam die Augen öffnete. Das erste was ich sah, war Aki auf dem Bett sitzend und schließlich zwei völlig fremde Jungen, die sich gerade um ein Handy zu raufen schienen. Der Blondhaarige schien ordentlich bemüht ihm das Handy abzuluchsen, doch der schwarzhaarige schien einfach zu schnell, bis sie realisierten, dass wir beide wach waren.

"Naaa, ihr müsst diesen Idioten entschuldigen. Wir sind eigentlich nur hier um euch abzuholen.", grinste der Blondhaarige und stempte die Hände in die Hüften, als wolle er uns zeigen, wie toll er doch war. "Ich heiße übrigens Ida, erfreut euch kennenzulernen!".

Ich musterte Beide einfach nur skeptisch und rieb mir den Hinterkopf. Was waren das denn bitte für zwei Flachpfeiffen? Reichten die Wahnsinnigen vom vergangenen Tag nicht aus?

"Zieht euch was an und kommt mit, wir können nicht länger hier warten bis die Gatherer zurück kommen...ihr hattet Glück, das ein Tori Squad gestern in eurer Nähe war." Ich verstand ehrlich gesagt nur noch Bahnhof. Woher wusste er von dem Angriff? Und was war bitte ein Gatherer oder Tori?

Blondhaariger:
 
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 9:30 am

"...ihr seid komisch", murmelte ich, bevor ich die Decke wegzog und an ihnen vorbei zu meinem Schrank ging. Der Brünette, Akaya, steckte sein Handy ein und sah mir kurz dabei zu, ehe er errötete und seinen Blick zum Fenster wandte.

Ich zog mir ein Paar schwarze Leggings mit weißen Rosen drauf an, öffnete dann das Nachthemd und vertauschte es mit einem schwarzen Tanktop. Über dem zog ich noch eine schwarz-weiße College-Jacke an und fuhr mir dann mit den Händen durch die Haare. Das hier war so nervig... Was war denn nur los? Wieso zum Teufel zogen die sowas hier ab? Meine Eltern waren bestimmt noch nicht mal zuhause. Und Andrej schien sie auch nicht zu attackieren. Etwas war gewaltig faul, aber ich wollte mich nicht auf eine Diskussion einlassen.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 9:35 am

Ich war so perplex, dass ich die ganze Zeit über nicht gesprochen hatte, wobei ich mir relativ rasch die Kleidung angezogen hatte, bevor dieser Spanner weiter meine nackten Beine hätte anstarren können. Erst als ich angezogen war und etwas zur Ruhe kam, hielt ich mich nicht mehr zurück.

"Warum um alles in der Welt, sollten wir euch vertrauen? Wer sagt mir, dass ihr nicht zu Bohnenstange und Fetti gestern gehört? Wo wollt ihr uns überhaupt hinbringen? Warum seid ihr hier überhaupt eingebrochen? Und in Gottes Namen was für ein verficktes Spiel treibt ihr hier?!"

Beide funkelte ich wütent an und stellte mich so, dass sie nicht unbedingt Aki anschauten, was ich noch weniger leiden konnte als Mörder und Sadistische Bohnenstangen, waren perverslinge.
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BeitragThema: Re: Lost in Blood - Die Story    So Aug 09, 2015 9:47 am

Nachdem ich fertig war, stellte ich mich seitlich hinter Sam und hörte ihr zu, wie sie ausrastete, dabei starrte ich die Jungs an.
Akaya sah zu Sam rüber und zog nur seine Augenbraue hoch, während er sich zu beherrschen schien. Es sah nicht so aus, als ob er Bock auf Sam's Worte und Misstrauen hatte. "Du verplemperst nur unsere Zeit, Kleine," sagte er ihr und gab einen genervten Seufzer von sich. Fast schon gelangweilt steckte er dann die Hände in seine Jackentaschen. "Ich bin hier, um das Schneeweißchen neben dir zu beschützen. Wir bringen euch an einen sicheren Ort. Und vergesst eure Waffen nicht, sonst gibt's Schläge vom Boss. Der lässt Zeit nicht gerne verstreichen, wisst ihr?"
Natürlich war der "Boss" der Nori nicht so wie der der Tori. Aber Akaya sprach nur von seinem. Wieso sollte er von dem Nerd-Boss reden? Die Tori sollten sich das andere Schneeweißchen holen und abhauen.
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